Das Weihnachtsgeschäft ist für die Handelsbranche elementar. Stationär, aber auch im Netz. Die Marktplätze verzeichnen ebenfalls hohe Umsätze.

Für den Handel haben im November die umsatzstärksten Wochen des Jahres begonnen. Auch die Marktplätze im Internet spüren das, wie eine Studie von E-Commerce-Center (ECC) am Institut für Handelsforschung Köln und der Handelsplattform Ebay zeigt. Fast jeder zweite der 230 befragten Online-Marktplatzhändler gibt demnach an, mehr als 20 Prozent des diesjährigen Umsatzes im Weihnachtsgeschäft zu erwirtschaften. Bei rund 13 Prozent der Befragten werden die anstehenden Umsätze vor den Festtagen nach eigenen Angaben sogar über 40 Prozent des Jahresumsatzes ausmachen.

Die steigenden Onlineumsätze in Deutschland spiegeln sich auch in den Erwartungen der Marktplatzhändler: Knapp 55 Prozent Befragten gehen davon aus, dass sie dieses Jahr in den Weihnachtswochen mehr umsetzen werden als im vergangenen Jahr. Ein Drittel der Marktplatzhändler rechnet mit Umsätzen auf gleichbleibendem Niveau.

Gute Aussichten für die Konjunktur

Dass Online-Marktplätze im Weihnachtsgeschäft Umsatztreiber sind, zeigt ebenfalls ein Blick auf die befragten Multichannel-Händler. Rund 64 Prozent von ihnen rechnen damit, dass Online-Marktplätze der wichtigste Verkaufskanal im Weihnachtsgeschäft sind.

Die Bedeutung des Weihnachtsgeschäftes zeigt sich auch in den aktuellen Werten der Konjunkturindizes. Der Index für die Geschäftserwartung in den kommenden drei Monaten steigt leicht auf 157 Punkte.

Damit blicken die befragten Marktplatzhändler mehrheitlich positiv auf ihre erwartete Umsatzlage, schreibt das ECC. Die derzeitige Geschäftslage werde von den Unternehmern sogar deutlich positiver bewertet als im vorherigen Quartal: Der Index steigt um mehr als zehn Punkte auf 142,3 Punkte. Konkret beurteilen 60 Prozent der Befragten ihre aktuellen Umsätze als positiv.