Das veränderte Kaufverhalten der Kunden führt zu neuen Handelsstrukturen. Eine aktuelle Studie des EHI zeigt, wie E-Commerce die Prozesssteuerung in der Logistik beeinflusst.

Die zunehmende Bedeutung des E-Commerce wird auch die Prozesssteuerung der Logistik nachhaltig beeinflussen. Dazu haben das EHI Retail Institute und das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML in ihrer gemeinsamen Trendstudie "Handelslogistik 2014 – Multichannel-Logistik im Blick" untersucht, welche Einflussfaktoren für die logistischen Prozesse im Multichannel-Handel entscheidend sind.

Demnach betreiben gut 4 von 10 befragten Multichannel-Händlern ein separates Lager für den Onlinevertrieb, während ein gutes Drittel aus ihrem Zentrallager sowohl den stationären als auch den Onlinehandel beliefert. In Hinblick auf die Lagerkonzeption gaben 12 Prozent der Befragten an, neue Lagerstandorte zu eröffnen, während 34 Prozent bestehende Standorte erweitern möchten.
 

Externe Dienstleister oder interner Fuhrpark

Ein Großteil der Händler (83 Prozent) beauftragt Logistikdienstleister oder Kurier-, Express- und Paketdienste (KEP) mit der Auslieferung der Ware an die Kunden, während 11 Prozent einen eigenen Fuhrpark unterhalten. 31 Prozent bieten eine Selbstabholung in der Filiale oder bei einer Abholstation an. Bei 9 Prozent kann die Ware in sogenannten Drive-in-Stationen in Empfang genommen werden.

Als wesentliche Erfolgsfaktoren für eine gelungene Multichannel-Logistik wurden in der Studie zudem fünf Kriterien identifiziert: Liefergeschwindigkeit, Bestandstransparenz in allen Vertriebskanälen, kundenfreundliches Retourenmanagement, adäquates IT-Management und die Vertriebskanal-spezifische Sortimentssteuerung.