Das Online-Geschäft mit Musik boomt, vor allem durch die wachsende Anzahl von mobilen Endgeräten. Laut einer Prognose bleiben Downloads aber noch auf Jahre hinter dem Verkauf von CDs zurück.

Für 2011 erwartet das Marktforschungsinstitut Gartner einen weltweiten Online-Umsatz mit Musik von 6,3 Milliarden Dollar (4,6 Milliarden Euro) - im Vorjahr waren es noch 5,9 Milliarden Dollar.

Zum Vergleich: Mit CDs - und auch Schallplatten - erzielte die Branche 2010 rund 15 Milliarden Dollar Umsatz, wie Gartner am Dienstag mitteilte. Für die nächsten Jahre prognostizieren die Marktforscher dem Online-Verkauf deutliche Zuwächse: 2012 soll der Umsatz 6,8 Milliarden Dollar erreichen, 2015 bereits 7,7 Milliarden Dollar.

Im gleichen Zeitraum erwartet Gartner bei den physischen Tonträgern einen Umsatzrückgang auf 10 Milliarden Dollar. Sollte die Prognose zutreffen, wird die Branche somit weiter empfindlich schrumpfen.

Smartphones und Co. treiben das Wachstum

Das Wachstum des Online-Geschäfts führen die Forscher vor allem auf den Boom von Smartphones, mobilen Musik- und Videoplayer und Tablet-Computer zurück.

Mit der Verbreitung dieser Geräte wachse auch die Nachfrage nach Inhalten, erklärte Gartner-Analyst Mike McGuire. Die Musikindustrie entwickle neue Geschäftsmodelle, um auf das veränderte Nutzerverhalten einzugehen. Starke Zuwächse erwartet Gartner vor allem bei Abo-Diensten.