Angesichts massiver Preissenkungen bei den Discountern warnt die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten vor den Folgen für Ernährungsindustrie und Handelsbeschäftigten.

Die Folge dieser Preisschlacht könnte ein Verdrängungswettbewerb sein, sagte der NGG-Vorsitzende Franz-Josef Möllenberg der „Berliner Zeitung". Am Ende werde die mittelständisch geprägte Ernährungsindustrie die Zeche zahlen. Aber auch die Beschäftigten des Einzelhandels hätten darunter zu leiden.

„Wenn die Discounter wirklich so gut verdienen, dass sie noch Luft nach unten bei den Preisen haben, dann sollten sie lieber den Beschäftigten höhere Löhne zahlen und die Arbeitsbedingungen verbessern", forderte Möllenberg.

Zehnte Preisrunde in diesem Jahr

Führende Discounter hatten am Donnerstag zum zehnten Mal in diesem Jahr bei Lebensmitteln den Rotstift angesetzt.

Der Billiganbieter Aldi senkte am Donnerstag auf einen Schlag bei rund 30 Artikeln die Preise. Die meisten Wettbewerber zogen mit. Auch der Aldi-Rivale Lidl reagierte auf die Marktsituation.

dpa