Die Sanierung des Nonfood-Discounters Mäc Geiz gewinnt an Tempo. Dafür werden einige Filialen abgestoßen. Der neue Eigner der Standorte will sämtliche Mitarbeiter übernehmen.

Der Textildiscounter NKD wird einen Teil der Filialen des Discounters Mäc Geiz übernehmen. Dabei handele es sich um die defizitären Standorte, von denen man sich trennen müsse, teilt das Unternehmen mit, das im Mai Insolvenz anmelden musste. NKD wolle auch sämtliche Mitarbeiter übernehmen, hieß es weiter.


Wie viele Standorte und Mitarbeiter betroffen sind, könne derzeit noch nicht gesagt werden. "Aktuell werden intensive Gespräche mit den Vermietern der betroffenen Niederlassunge geführt, um die Übernahme einer möglichst großen Anzahl defizitärer Filialen durch NKD sicherzustellen", heißt es in einer Mitteilung von Mäc Geiz.

Schließungen sind "absolute Voraussetzung"

Für eine Sanierung von Mäc Geiz sei eine Reduzierung des Filialnetzes um unrentable Standorte "absolute Voraussetzung", betonte Rainer Eckert, Generalbevollmächtigter der in Eigenverwaltung befindlichen Mäc-Geiz-Gruppe.

Daher begrüßt auch der vom Insolvenzgericht eingesetzte Sachwalter Lucas F. Flöther die Übernahme der Standorte durch NKD: "Dadurch wird es gelingen, Filialen zu retten, deren Schließung für eine Unternehmenssanierung unvermeidlich gewesen wäre."

In den Fällen, in denen eine Übernahme durch NKD ausgeschlossen ist - beispielsweise, weil das Unternehmen bereits mit einer eigenen Filiale vor Ort vertreten ist - prüfe Mäc Geiz "weitere Übernahme-Optionen".

Erst wenn diese erschöpft seien, würden Filialen geschlossen. Aktuell seien hiervon 18 Niederlassungen betroffen, teilt der Discounter mit. Mäc Geiz hat bundesweit rund 260 Filialen und 1.700 Mitarbeiter.