Die Jecken lassen sich von der Wirtschaftskrise nicht die Laune vermiesen - darauf deuten erste Zahlen zur Karnevalssaison hin. Das Geschäft laufe gut, teilt der Spielwarenverband mit.

Die Lage bei den Herstellern sei positiv, berichtete die Fachgruppe Karneval im Deutschen Verband der Spielwarenindustrie in Nürnberg. Vorsitzender Gerd Horbach erklärte: "Die Lager sind weitgehend geräumt. Jetzt kommt es auf den Abverkauf an." Bisherige Umfragen beim Handel hätten ein "normales bis positives" Geschäft ergeben.

Nach einer sehr kurzen Karnevalssaison 2007/08 mit 277 Millionen Euro Umsatz waren die Erlöse der Unternehmen 2008/09 auf 290 Millionen Euro gestiegen. Enthalten seien hier auch die Umsätze zu Halloween, so der Verband. Die diesjährige Fastnachtssaison endet am 16. Februar.

Kostüme von Film- und Fernsehfiguren sind gefragt

Bei den Kostümierungen reicht die Palette von Film- und Fernsehfiguren bis hin zu den Klassikern wie Hexe, Clown und Prinzessin. Bei Mädchen finden Barbie und die Disney-Figuren aus verschiedenen Filmen viel Anklang; Jungen verkleiden sich gern als Superman oder Batman.

Bei den Erwachsenen stehen oft Themenabende auf dem Programm, hieß es: Zum Beispiel das Mittelalter mit Ritter und Burgfräulein, die Renaissance mit ausladenden Kostümen oder das farbenfrohe "Bollywood" aus Indien mit Tanz- und Gesangseinlagen.

5,4 Millionen Schminksets

In der vergangenen Saison produzierten die Hersteller knapp zwei Millionen Karnevalskostüme für Erwachsene und 1,6 Millionen Kostüme für Kinder. Dazu kamen mehr als eine Million Perücken, 2,5 Millionen Hüte und 5,4 Millionen Schminksets.