Im Kampf gegen den drohenden Stellenabbau bei Neckermann.de haben die Betriebsräte des Versandhändlers und die Gewerkschaft Verdi die hessische Landesregierung um Unterstützung gebeten.

"Wir hoffen, dass sich die Landesregierung zu unseren Gunsten einschalten kann", sagte Betriebsratschef Thomas Schmidt am Dienstag in Wiesbaden. "Das ist das mindeste, was wir uns an dieser Stelle erwarten können", betonte Verdi-Landesbezirksleiter Jürgen Bothner.

Das Traditionsunternehmen hatte Ende April angekündigt, den Textilbereich aufzugeben und sich künftig stärker auf die Internet-Wachstumsbereiche Technik und Möbel zu konzentrieren. Dem Umbau sollen 1.380 von etwa 2.500 Stellen zum Opfer fallen. Außerdem soll das Zentrallager in Frankfurt zum Jahresende geschlossen werden.

"Wenn wir diesen bitteren Weg gehen müssten, dann brauchen wir eine Starthilfe für die Leute - und die heißt zunächst einmal Abfindung. Die heißt aber auch gezielte Qualifizierung", forderte Schmidt.