2010 lief für den Versandhändler Neckermann besser als erwartet, 2011 hingegen schlechter als gedacht. In diesem Jahr will Konzernchef Koopmann aber einem Zeitungsbericht zufolge einen Überschuss erzielen.

Der Versandhändler Neckermann aus Frankfurt am Main wächst wie geplant weiterhin stark im Internet. Mittlerweile erzielt die Neckermann.de GmbH fast vier Fünftel des Umsatzes im E-Commerce, meldet die "Frankfurt Allgemeine Zeitung" in ihrem Lokalteil.

In Deutschland wuchsen die Erlöse im Jahr 2011 leicht, nachdem das Unternehmen im Vorjahr im Inland rund 840 Millionen Euro umgesetzt hatte, sagte Neckermann-Chef Henning Koopmann der Zeitung. Nach vorläufigen Zahlen lagen die Gesamtumsätze demnach leicht unter dem Vorjahreswert von 1,3 Milliarden Euro.

Den Rückgang begründet der Vorsitzende der Geschäftsführung mit dem Rückzug aus ost- und zentraleuropäischen Märkten wie der Ukraine, Kroatien und der Tschechischen Republik. Zudem habe sich das Kataloggeschäft zuletzt stärker als gedacht abgeschwächt.

Koopmann nicht zufrieden

Somit liege das Ergebnis etwas unter dem Wert des Vorjahres. 2010 hatte Neckermann besser als erwartet abgeschnitten und eine "schwarze Null" vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen erzielt. Er sei mit dem Geschäftsjahr 2011 trotz der Erfolge im E-Commerce und den erzielten Fortschritten im Verhältnis zu den Kunden nicht zufrieden, so Koopmann.

Für das laufende Jahr rechnet er mit stagnierenden Umsätzen. Da der Konzern aber seine Investitionen in das Kataloggeschäft zurückfahre und Marge vor Menge gehe, werde das Ergebnis deutlich besser ausfallen als im Vorjahr, schreibt die Zeitung. Das Ziel sei weiterhin, 2012 einen Überschuss zu erzielen.