Was zu erwarten war, ist nun Realität: Der letzte verbliebene potenzielle Investor für Neckermann hat sich auch zurückgezogen. Damit ist das Aus für den Versandhändler unausweichlich.

Alles Hoffen war umsonst - für Neckermann gibt es keinen Fortbestand. Es gibt keinen Übernahmeinteressenten. Damit steht die Betriebsschließung des insolventen Versenders zum 30. September endgültig fest, teilt die Insolvenzverwaltung CMS Hasche Sigl an diesem Donnerstag mit.

Damit bewahrheitete sich die düstere Prognose des Frankfurter Verdi-Sekretärs Wolfgang Thurner: "Ich habe null Hoffnung, das Ding ist gelaufen", hatte der Gewerkschafter gesagt.

"Trotz intensiver Bemühungen aller Beteiligten hat sich kein Investor entschließen können, Neckermann zu übernehmen und den Betrieb fortzuführen", teilte CMS Hasche Sigl mit. Der letzte Interessent habe sich am Donnerstag zurückgezogen. Die Geschäftsleitung von Neckermann müsse deshalb den Betrieb zum 30. September schließen.

200 Interessenten - keiner will zugreifen

Die vorläufige Insolvenzverwaltung sagt, er habe mit mehr als 200 potenziellen Investoren gesprochen, von denen rund 50 das Unternehmen auf Herz und Nieren geprüft hätten. Es habe sich aber keiner zu einem Einstieg entschließen können.

Der letzte verbliebene Interessent habe seinen Rückzug damit begründet, dass ihm vor allem der finanzielle Aufwand zu hoch sei, "um den über lange Jahre entstandenen großen Investitionsstau im zweistelligen Millionenbereich zu bewältigen."

DH

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