Die Berichte über miserable Bezahlmethoden im Lebensmittelhandel haben die Branche in Unruhe versetzt. Nach der Rewe versichert nun auch Netto, sich mit dem umstrittenen Dienstleister auseinanderzusetzen.

Nach den Enthüllungen über Lohndumping im Lebensmitteleinzelhandel will nach Rewe auch Netto die Zusammenarbeit mit dem Dienstleister headway logistic überprüfen. Dies teilt das Unternehmen auf Anfrage von derhandel.de mit.

Die Zusammenarbeit von Netto und headway logistics basiere auf Werkverträgen im Lagerbereich, schreibt der Lebensmitteldiscounter. "Wir legen großen Wert darauf, dass die Mitarbeiter der externen Dienstleister gemäß ihrer Aufgaben und Tätigkeiten branchengerecht bezahlt werden", heißt es weiter.

Hierfür seien vertraglich fixierte Absprachen mit externen Partnern getroffen worden: In Verpflichtungserklärungen würden Netto die Fremdfirmen garantieren, dass sie ihr Personal tariforientiert bezahlen.

Diese Vorgabe sei für Netto notwendige Voraussetzung für eine Zusammenarbeit. "Entsprechende Kontrollen werden regelmäßig durchgeführt", sagte eine Sprecherin. Beschwerden bezüglich der Bezahlung lägen dem Unternehmen bis heute nicht vor.

Rewe ist ebenfalls aktiv geworden

Das TV-Magazin "Report Mainz" hatte am Montag von miserablen Arbeitsbedinungen für Lagermitarbeiter im Lebensmittelhandel berichtet. Diese Beschäftigten waren über den Dienstleister headway logistic in verschiedenen Unternehmen tätig, genannt wurden Rewe, Edeka und Netto.

Ein Rewe-Sprecher sagte am Dienstag, das Unternehmen werde die weitere Zusammenarbeit mit dem Dienstleister überprüfen.