Novell stellte heute in München die neue Generation seines Netzwerkbetriebssystems vor. "Netware 6" soll die Grundlage bilden, um Unternehmensinformationen und Netzdienste künftig auch im Internet nutzen zu können.

Novell stellte heute in München die neue Generation seines Netzwerkbetriebssystems vor. "Netware 6" bildet nach Herstellerangaben die Grundlage, um Unternehmensinformationen und Netzdienste künftig auch im Internet nutzen zu können. Im Rahmen seiner "One-Net"-Strategie in Deutschland will Novell mit Netware 6 einen weiteren Meilenstein setzen. Das Netzwerkbetriebssystem soll am 15. November 2001 auf den Markt kommen. Die englische Version des Betriebssystems gibt es bereits ab Mitte Oktober.

Zentraler Bestandteil des Konzepts ist es, auf Basis der "Novell Directories" verschiedene Plattform-übergreifende Netzdienste zu entwickeln. Nach Herstellerangaben ermöglicht die neue Version des Netzbetriebssystems jedem authentifizierten Benutzer weltweit den Zugriff auf Unternehmensinformationen und Netzdienste, wie E-Mail oder Drucken, via Browser. Jeder Nutzer solle unabhängig davon, wo er sich befindet, "die selbe gewohnte Arbeitsumgebung vorfinden, egal von welchem Endgerät", so Brian Green, Marketing Manager von Novell EMEA.

Die Netzwerk-Company will mit Netware 6 auf die veränderten Anforderungen globaler Unternehmen und ihrer immer mobiler werdenden Mitarbeiter reagieren. Das Lizenzmodell soll künftig User-basiert sein, wobei die Preisfindung auch vom jeweiligen Business Case des Unternehmens abhängt.

Zu den wichtigsten Neuerungen gehören der "Novell iFolder" - ein virtuelles Internet-basierendes Arbeitsverzeichnis - und "Novell iPrint". Die beiden Funktionen ermöglichen das Bearbeiten und Ausdrucken von Dateien über das Internet.

Zudem hat Novell die Dateidienste von Netware 6 vollständig überarbeitet. Es bedarf nun keiner Novell Client Software mehr, um auf den Novell Server zuzugreifen. Die neuen "Storage Services 3.0" sind nach Angaben des Herstellers hoch skalierbar und sollen in Verbindung mit dem integrierten Zwei-Knoten-Cluster die Verfügbarkeit und effiziente Nutzung der Speicherkapazitäten garantieren. Novell will so dem Trend zu Speichernetzen Rechnung tragen. Netware 6 unterstützt "Storage Area Networks" (SANs) und soll große Datenbestände in heterogenen Unternehmensnetzwerken managen können.

Mit Netware 6 scheint Novell vor allem große, global operierenden Unternehmen im Visier zu haben, zumal Novell in seiner Marktpositionierung "vorhandene Investitionen bei den Kunden nicht ersetzen, sondern ergänzen will", wie Brian Green, Marketing Manager EMEA betont.

(aus München berichtete Gerlinde Küsel)


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