Die Umsätze im Europamarkt für SCM-Software im Zeitraum von 2000 bis 2007 werden von 485 Mio. US-Dollar auf 2,78 Mrd. US-Dollar ansteigen. Davon geht Frost & Sullivan in einer neuen Marktanalyse aus.

Nach einer neuen Analyse der Unternehmensberatung Frost & Sullivan werden die Umsätze im Europamarkt für Supply-Chain-Management-Software im Zeitraum von 2000 bis 2007 von 485 Mio. US-Dollar auf 2,78 Mrd. US-Dollar ansteigen. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate soll in den nächsten Jahren bei über 28% liegen. Den wichtigsten Wachstumsschub erwartet Frost & Sullivan von Lösungen auf Internetbasis.

Zu den tiefgreifenden Veränderungen, die das E-Business für interne und externe Geschäftsvorgänge mit sich bringt, zählt auch der Wandel des Supply Chain Management (SCM). Das schnelle Wachstum des E-Commerce verkürzt die Lieferzeiten und zwingt so zur Optimierung des SCM. Frost & Sullivan hält es deshalb für sinnvoll, SCM-Produkte auf Internetbasis neu zu konzipieren: Mit Hilfe des Internets lassen sich SCM-Operationen kostengünstig und praktisch in Echtzeit durchführen, so dass wirklich kundenzentriert beziehungsweise nachfrageorientiert gearbeitet werden kann. Nach Guy Chaigneau, Research Analyst bei Frost & Sullivan, ist SCM für viele global operierende Internetunternehmen zur entscheidenden Back-End-Anwendung innerhalb der E-Commerce-Gesamtstrategie geworden.

Laut Studie wird das Wachstum des Gesamtmarkts etwas gebremst durch das Fehlen von B2B-Standards. Viele große Anwender zögern deshalb mit der Implementierung Internet-gestützter SCM-Systeme. Zwar gibt es Bestrebungen, aus XML-basierten B2B-Protokollen für verschiedene Branchen ein Set von Richtlinien zur SCM-Zusammenarbeit zu entwickeln und damit allgemeingültige Standards hervorzubringen, doch zweifeln die Anwender am Erfolg dieser Maßnahme. Bevor es keine einheitlichen Datenformatierungsprozeduren gibt, werden sich Unternehmen also weiter auf ihre vorhandenen Kommunikationstechnologien verlassen.

Die Anbieter sind laut Analyse zahlreich, dynamisch und sehr wettbewerbsfähig. Während sie weiter um die Vorherrschaft kämpfen, verändert sich die SCM-Landschaft durch neue Herausforderer wie die ERP (Enterprise Resource Planning)-, CRM (Customer Relationship Management)- und B2B-E-Commerce-Anbieter. Gleichzeitig gleichen sich die Marktführer in ihrem Bestreben, B2B-Komplettlösungen zu liefern, inhaltlich immer mehr an und werden sich in Zukunft wesentlich stärker durch ihren Erfolg differenzieren.

Der Konsolidierungsprozess wird laut Studie in allen Bereichen des SCM andauern. Dabei geht Frost & Sullivan davon aus, dass sich führende Unternehmen wie i2, Manugistics, EXE technologies oder International Business Systems (IBS) durchsetzen und Konkurrenten wie SAP, JD Edwards und andere ERP-Anbieter hinter sich lassen werden. Einige ERP-Anbieter mit erfolgreichen Produkten werden allerdings von ihrer schon jetzt großen Kundenbasis profitieren.

Die Studie "The European Supply Chain Management Market" (Report 3848) ist zum Preis von 5.000 Euro erhältlich. (ST)


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