4.000 Mitarbeiter hoffen weiter: Für die insolvente Schlecker-Tochter IhrPlatz haben sich laut Insolvenzverwalter weitere Übernahmekandidaten gemeldet.

Wie ein Sprecher des Insolvenzverwalters Arndt Geiwitz sagte, werden im Laufe dieser Woche Gespräche mit den Investoren geführt. Details und Namen wollte der Sprecher nicht nennen.

Geiwitz hatte sich zuletzt eher zurückhaltend zu den Zukunftsaussichten für die Drogeriekette geäußert. Es bestehe für IhrPlatz "noch teilweise Hoffnung", hatte er gesagt.

Nachdem bei der einstigen IhrPlatz-Muttergesellschaft Schlecker bereits rund 25.000 Menschen ihren Job verloren haben, stehen nun erneut fast 4.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel.

Neben der österreichischen MTH Retail Group prüft früheren Angaben zufolge auch der Münchner Investor Dubag eine IhrPlatz-Übernahme. Ein Verkauf an Dubag war zuvor wegen Uneinigkeit mit dem Gläubiger und Warenversicherer Euler Hermes gescheitert. IhrPlatz hat 490 Märkte.

Streit um Familienvermögen

Die mehr als 1.100 Mitarbeiter der Schlecker-XL-Filialen verlieren dagegen ihren Job. Es gebe keine wirtschaftlich vertretbare Perspektive für eine Fortführung der Schlecker XL GmbH, hatte der Gläubigerausschuss in der vergangenen Woche mitgeteilt.

Unterdessen hat im Streit um die Vermögensverhältnisse des Firmenpatriarchen Anton Schlecker die Unternehmerfamilie dem Insolvenzverwalter laut den "Stuttgarter Nachrichten" einen Millionen-Vergleich angeboten.

Im Zuge der Insolvenz der Drogeriekette hat Geiwitz von Anton Schlecker laut Zeitung gefordert, dass der Firmengründer alle Geschenke und Zahlungen über 100.000 Euro aus den vergangenen fünf bis zehn Jahren offenlegt.