Mit der Studie "Speeding up the Global 500" will Forrester Research belegen, dass sich Großunternehmen von liebgewonnenen Organisationsstrukturen trennen müssen, wollen sie im E-Business erfolgreich sein.

Mit der Studie „Speeding up the Global 500“ will Forrester Research belegen, dass sich Großunternehmen von liebgewonnenen Organisationsstrukturen trennen müssen, wollen sie im E-Business erfolgreich sein. Dazu sei eine radikale Reform der Unternehmensstrukturen notwendig.

“Wenn die Global 500 das Internet nur dazu nutzen, um ihre externen Geschäftsbeziehungen besser zu kontrollieren, dabei aber ihre interne Struktur unverändert lassen, werden sich Geschwindigkeit und Flexibilität nicht verbessern“, sagt Jaap Favier, Senior Analyst bei Forrester.

Ziel für Unternehmen müsse es sein, kurze Lebenszyklen zu schaffen. Als Zyklus definiert Forrester die Zeitspanne, die ein Geschäftsbereich benötigt, um sein Endprodukt komplett zu verändern.

Problematisch ist nach Ansicht von Forrester, dass Einzelabteilungen von anderen Abteilungen Informationen in Echtzeit verlangen. Die Großunternehmen mit veralteten Strukturen seien aber nicht in der Lage, ihren Mitarbeitern diese Art der Unterstützung zukommen zu lassen. Des Weiteren würden Informationen nicht allen Mitarbeitern zugänglich gemacht. Folge sei, dass Entscheidungen nur schleppend gefällt und ebenso langsam vollzogen werden.

Um die Bedürfnisse von Kunden und Zulieferern ohne Verzögerung zu erfüllen, müssten sich Unternehmen auf das Modell der so genannten E-Business-Netzwerke (eBN) umstellen. Als Vorbild nennt Forrester Investmentbanken und Fluggesellschaften, die ihre Produkte seit Jahrzehnten über elektronische Marktplätze vertreiben. Auch Unternehmen aus anderen Branchen müssten einzelne Prozesse in einzelne Geschäftseinheiten aufspalten. Diese haben innerhalb eines eBN eine bestimmte organisatorische Rolle und eine bestimmte Lebensdauer.

Der einzelne Manager wird dadurch in die Lage versetzt, seine Entscheidungen in einem angemessenen Rahmen zu treffen. Jede eBN-Einheit wird in ihrem spezifischen Markt wettbewerbsfähiger. Sie kann die geeigneten Partner für das Online- und Offline-Geschäft finden und sich eigene Informationsquellen schaffen.

Forrester empfiehlt, sich der neuen Organisationsform in vier Schritten anzunähern.
- In einem ersten Schritt sollten die Unternehmen die Bereiche mit kurzen Lebenszyklen ausfindig machen. Dazu sei eine Analyse jeder Branche, mit der die Abteilung als Verkäufer oder Käufer in Kontakt steht, notwendig.
- Dann sollte für jeden einzelnen Bereich eine eigene Einheit gegründet werden, die sich um die jeweiligen vertikalen Branchen kümmert.
- Drittens müssten Unternehmen mittlere und lange Lebenszyklen aufbrechen.
- Schließlich sei ein neues Berichtswesen von Vorteil. Jede einzelne eBN-Einheit erhält einen eigenen Vorstand mit entsprechenden Führungskräften. Die Führungskräfte sollten aus dem Unternehmen stammen und mit den Märkten vertraut sein, die sie betreuen. Nach Bildung aller Einheiten müsse unverzüglich mit dem Austausch von Produkten, Dienstleistungen und Informationen begonnen werden.

Für die Studie hat Forrester persönliche Gespräche mit 20 Topmanagern von Unternehmen geführt, die zu den „Global 500“ in Europa gehören. Der durchschnittliche Jahresumsatz liegt bei 50 Milliarden Euro. Alle sind im weltweiten Online- und Offline-Wettbewerb mit mehreren Marken vertreten. Die Forrester-Research-Studie „Speeding up the Global 500“ kann auf Anfrage im kompletten Umfang bestellt werden. (AP)


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