Erst mussten zwei Geschäftsführer gehen, jetzt soll das komplette Unternehmen umgebaut werden. Der Discounter NKD soll nach dem Willen des Eigentümers verkauft werden.

Der Textildiscounter NKD steht nach einem Wechsel im Management vor einem massiven Umbau. Der bisherige Eigentümer, die niedersächsische Textilgruppe Daun, will sich nach der Neuaufstellung zudem von der Firma mit fast 2.000 Filialen und 8.000 Beschäftigten trennen.

"Es soll ein Käufer gefunden werden, der die NKD-Gruppe als Ganzes übernimmt und erfolgreich in die Zukunft führt", teilte das Unternehmen am Donnerstag im fränkischen Bindlach mit.

Die Firma sei wegen Managementfehlern nicht mehr in der Lage ohne Verluste zu wachsen. NKD machte 2010 einen Umsatz von rund 578 Millionen Euro und ist Sponsor des Fußball-Bundesligisten 1. FC Nürnberg.

Ende April verlieren Michael Krause und Uwe Kantelhardt die Geschäftsführung von NKD wegen "unterschiedlicher Auffassungen über den weiteren Expansionskurs des Unternehmens", wie es damals offiziell hieß. Ralf Schmitz und Stephan Maas waren in die Unternehmensleitung aufgerückt und führen seitdem mit Steffen Rosenbauer den Discounter. Schmitz und Maas kamen von der Unternehmensberatung Ziems & Partner und gelten als Experten für Reorganisation von Unternehmen.