Immer wieder gibt es Medienberichte, dass der Verkauf der insolventen Weltbild-Gruppe vor dem Scheitern stehen soll. Nun hat die Beteiligungsgesellschaft Paragon ein geändertes Angebot vorgelegt. 

Nach wochenlangen Verhandlungen ist ein Ende des Übernahmepokers beim Weltbild-Konzern weiter nicht in Sicht. Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz berichtete am Mittwochabend, dass die Münchner Beteiligungsgesellschaft Paragon ein geändertes Angebot für das Augsburger Verlagshaus vorgelegt habe. Dieses werde nun mit den am Verfahren beteiligten Parteien geprüft. Details wurden ebenso wenig genannt wie die weitere Dauer der Verhandlungen.

Ursprünglich sollte der Investor schon vor Wochen die Weltbild-Gruppe inklusive der Buchläden und der Auslandstöchter mehrheitlich übernehmen. Doch zuletzt gab es immer wieder Medienberichte, wonach der Verkauf des bislang von der katholischen Kirche getragenen Unternehmens stocke oder sogar vor dem Scheitern stehe.

Angeblich streitet sich Paragon mit dem Betriebsrat über die Streichung von zusätzlichen Stellen - von 50 bis 250 Jobs ist die Rede. Angesichts des neuen Übernahmeangebots seien Geiwitz und Paragon "zuversichtlich, dass nun zuletzt kolportierte Gerüchte um ein Scheitern des Investorenprozesses verstummen werden", heißt es in einer Presseerklärung. Eine Frist für die Dauer der weiteren Gespräche oder für finale Entscheidungen vereinbarten die Verhandlungspartner nicht.