Auch in der IT- und Multimediabranche gewinnt die duale Berufsausbildung in Betrieb und Berufsschule immer mehr an Boden. Diesen Befund bestätigt eine Blitzstudie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zur Ausbildung für die Internet-Ökonomie.

Auch in der boomenden IT- und Multimediabranche gewinnt die duale Berufsausbildung in Betrieb und Berufsschule immer mehr an Boden. Diesen Befund bestätigt eine Blitzstudie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zur Ausbildung für die Internet-Ökonomie.

So würden bereits 45% aller Multimediaagenturen im dualen System ausbilden. Angesichts der Tatsache, dass es sich hierbei um sehr junge und in der Regel auch kleine Unternehmen handle, sei dies eine beachtliche Zahl.

Insbesondere die in den letzten Jahren geschaffenen IT- und Multimediaberufe hätten in der Branche einen hohen Bekanntheitsgrad und erfreuten sich wachsender Beliebtheit. Auch viele der bisher nicht ausbildenden Firmen wollten ab einer bestimmten Betriebsgröße in die Lehrlingsausbildung einsteigen.

Unternehmen, die der dualen Ausbildung ablehnend gegenüberstünden, würden dies vor allem aufgrund ihrer betrieblichen Strukturen tun. Insbesondere das Erfordernis einer formellen Ausbildereignung würden von vielen Betrieben als Ausbildungshindernis gesehen. Gerade Existenzgründer in der New Economy scheuten den Aufwand, kannten aber auch die flexiblen Möglichkeiten zum Erwerb der Ausbildereignung nur unzureichend.

Den Berufsschulen stellen die Gutachter kein gutes Zeugnis aus. Die meisten Unternehmen würden ein krasses Missverhältnis zwischen den langen betrieblichen Abwesenheitszeiten und der Qualität der Berufsschulausbildung sehen. Vor allem würde die personelle und apparative Ausstattung beklagt. (KC)

Die Ergebnisse der Studie können im Internet unter www.bmwi.de in der Rubrik Berufsanfänger/Publikationen abgerufen werden.


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Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
Internet: www.bmwi.de