Am 9. Deutschen Multimedia Kongresses (DMMK) in Stuttgart geben sich die Experten der Internet-Branche optimistisch.

Trotz schlechter Börsenkurse sind die Auftragsbücher der Internet-Branche gut gefüllt. Die New Economy erfasst auch die bislang Zögernden. Weitere Impulse soll der Markt für Mobile Commerce geben, der nach Aussage des schwedischen Internet-Experten Paul Moonga bis Ende 2003 auf weltweit 12 Mrd. US-Dollar wachsen wird. Diese und weitere Trends stehen im Mittelpunkt des 9. Deutschen Multimedia Kongresses (DMMK) in Stuttgart, zu dem bis zum Freitag 2.000 Experten und Entscheider aus allen Wirtschaftsbereichen erwartet werden.

Erwin Staudt, Geschäftsführer von IBM Deutschland, liess während der Podiumsdiskussion zum Kongressmotto "Managing the New Economy" am gestrigen Eröffnungstag keine Zweifel aufkommen: "Wir haben es nicht mit einer Modernisierung zu tun, sondern mit einer revolutionären Veränderung in Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung". In diesem Zusammenhang fiel denn auch eine verbale Mauer: "Die Unterscheidung zwischen Old und New Economy ist nicht sinnvoll", meint Bertelsmann-Vorstand Klaus Eierhoff. Die Vertreter beider "Lager" auf dem Podium stimmten ihm in der Aussage zu, dass nun neue Herausforderungen bevorstünden.

So verwies Staudt auf die sich fundamental verändernden Beziehung zwischen Unternehmen und ihren Kunden: "Entweder wir treffen den Kunden da, wo er kommunizieren möchte, oder wir laufen meilenweit an ihm vorbei." Fazit: Kein Geschäft ohne Neue Medien und IT-Technik. Denn längst kommen auch traditionsreiche Unternehmen der "Old Economy" nicht umhin, ihre Geschäfte intensiv mit und in den Kommunikationsnetzwerken abzuwickeln.

Wachstumspotenziale werden vor allem bei den mobilen Anwendungen gesehen. So prognostiziert Dr. Patricia Neuhaus, Analystin von Jupiter MMXI, bei 191 Mio. Mobilfunknutzern in Europa im Jahre 2005 den Beginn der Gewinnphase schon auf das Jahr 2003. Paul Moonga, Geschäftsführer Client Development des in Schweden beheimateten internationalen Unternehmens Framfab, ergänzte dies mit der Forderung nach neuen kundenorientierten Geschäftsmodellen: "Alles, was vernetzt werden kann, wird vernetzt. Alles, was digitalisierbar ist, wird digitalisiert. Alles, was mobil einsetzbar ist, wird auch mobil." Weitere Informationen zum Deutschen Multimedia Kongress finden Sie im Internet unter www.dmmk.de. (ST)


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