"Welche Perspektiven haben Manager von Start-up-Unternehmen nach dem Hype?" Eine neue Studie von Heidrick & Struggles und der Uni Witten Herdecke versucht, Antworten zu geben.

"Welche Perspektiven haben Manager von Start-up-Unternehmen nach dem Hype?" So lautet die zentrale Fragestellung der Studie der Personalberatung Heidrick & Struggles und der Uni Witten Herdecke, zur momentanen Situation der New Economy.

Ziel der Studie war es, Erfahrungen von Führungskräften in Internet-bezogenen Start-up-Unternehmen sowie ihre Karriere- und Entwicklungsperspektiven zu untersuchen. Die 450 Teilnehmer der Online-Befragung gehörten fast ausschließlich der oberen Führungsebene von Start-Up Unternehmen an.

Laut Untersuchung rekrutierten sich die Führungskräfte der New Economy - entgegen vielfach vorhandener Klischees - nicht aus der Turnschuh-tragenden Riege der 21-jährigen Studienabbrecher, vielmehr verfügen 89% über einen Fach- bzw. Hochschulabschluss, 81% der Befragten haben mehr als fünf Jahre Berufserfahrung und fast ein Viertel besitzt Zusatzqualifikationen wie MBA oder Promotion. Immerhin 79% der Befragten sind älter als 30 Jahre.

Mehr Verantwortung und die Herausforderung unternehmerisch tätig zu sein, waren die häufigsten Gründe für den Wechsel in ein Start-up-Unternehmen. Obwohl der Weg in die New Economy für die allermeisten mit einer Einkommensverbesserung verbunden war - lediglich 7% nahmen beim Wechsel Gehaltseinbußen in Kauf - spielten finanzielle Aspekte nur für 11% der Befragten eine entscheidende Rolle.

In der Studie wird aber nicht nur das Potenzial, sondern auch der Frust in der New Economy deutlich. In den Führungsetagen gestaltet sich die Situation nicht ganz so dramatisch wie bei den Angestellten (hier wollen bis zu 80% das Start-up-Unternehmen verlassen), aber auch hier sehen über die Hälfte (51% der Geschäftsführer, 54% der Bereichsleiter und 50% der Teamleiter) keine Perspektive mehr für ihr persönliches Fortkommen und sind auf der Suche nach einer neuen Aufgabe. Zwischen 60% und 70% der Wechselwilligen geben an, dass sie in traditionelle Unternehmen zurückkehren möchten.

Angesichts der großen Wechselbereitschaft stellt sich die Frage, welche Fähigkeiten und Erfahrungen die Mitarbeiter und Führungskräfte nach dem Ausflug in die New Economy mitbringen und in wieweit diese in traditionellen Unternehmen von Nutzen sein können. Die Studie untersuchte in diesem Zusammenhang Fähigkeiten und Erfahrungen in den Bereichen Fachkenntnisse, Soft Skills, Managementfähigkeiten und Unternehmertum. Insbesondere im Bereich Management- und unternehmerische Fähigkeiten haben die Führungskräfte der New Economy nach eigener Einschätzung eine Menge hinzu gelernt. Bei den Fachkenntnissen hingegen wurden nur geringe bis mittlere Verbesserungen erreicht. (ST)


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