In einem spannenden Finale zum Jahresende hat sich der Virus Nimda gegen den starken Konkurrenten Sircam im Kampf um den Titel des am meisten vorkommenden Virus im Jahr 2001 durchgesetzt.

Das Jahr neigt sich dem Ende und es ist wieder einmal Zeit für die obligatorischen Ranglisten. Auch im Bereich des Virenaufkommens hat nun der Antivirenspezialist Sophos seine Rangliste mit den "Viren-Top-Ten" aufgestellt und veröffentlicht. Sophos untersucht in seinem Virenlabor monatlich zwischen 700 und 1.000 Viren und klassifiziert sie nach der Häufigkeit ihres Vorkommens.

Der Antivirenspezialist meldet, dass nur zwei Viren für fast 50% aller Anrufe beim Sophos-Support gesorgt haben. An der Spitze steht der Nimda-Virus mit 27,2%, vor Sircam mit 20,3%. Der in den Medien am meisten behandelte Virus, Code Red, taucht in der Top-Ten-Liste nicht einmal auf. Sophos hat in diesem Jahr 11.160 neue Viren, Würmer und Trojaner entdeckt. Damit steigt die Zahl der bekannten digitalen Widerlinge auf ca. 70.000, Tendenz steigend.

"Der unbekannte Nimda-Autor hat seine Kreation erst im September vom Stapel gelassen, und dennoch ist Nimda der Grund für mehr als ein Viertel aller Anrufe beim Sophos-Support gewesen", erklärt Gernot Hacker, Senior Technical Consultant bei Sophos. "Nimda war sehr effektiv, da er sich mehrerer Sicherheitslücken bediente. Wahrscheinlich werden wir in Zukunft noch weitere Attacken dieser Art erleben."

Auf Platz zwei der Rangliste steht der Sircam-Wurm. Da Sircam bei jeder Replizierung eine neue Betreffzeile erzeugt, klickten zahlreiche Anwender achtlos infizierte E-Mail-Attachments an. Der Schaden, den der Wurm erzeugte, war beträchtlich, da er vertrauliche Dokumente stahl und an alle im Adressbuch stehende eingetragene E-Mail-Adressen weiterschickte.

Laut Hacker ist bemerkenswert, dass die Grenzen zwischen den Schädlingen zunehmend verschwimmen. "Ein aktuelles Beispiel ist der E-Mail-Wurm Badtrans.B, der am 24. November erstmals in Europa auftrat. Er verbreitet sich per E-Mail, bringt dann aber einen Trojaner zur Ausführung, um von dem infizierten System Daten zu entwenden", erläutert Hacker. (AP)

Wo die Schädlinge herkommen, wer sie programmiert und wie man sich davor schützen kann, können Sie in der CYbiz-Ausgabe 02/2002 nachlesen, die am 30.01.2002 erscheint. Hier erhalten Sie auch weitere Informationen zum Unternehmen Sophos.


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