Die Prognosen fürs diesjährige Weihnachtsgeschäft waren optimistisch, doch die Realität hält damit nicht Schritt. Vor allem unter der Woche sind die Kunden verhalten.

Deutschlands Einzelhändler sind mit dem laufenden Weihnachtsgeschäft noch nicht glücklich. Am Samstag waren zwar viele Kunden in den Innenstädten unterwegs, unter der Woche aber nicht, wie der Handelsverband Deutschland (HDE) mitteilte. "Insgesamt ist der Einzelhandel mit dem Weihnachtsgeschäft noch nicht zufrieden. Vor allem am Samstag liefen die Geschäfte jedoch etwas besser", sgte Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des HDE.

Laut einer Umfrage bei 450 Händlern laufe wegen des milden Wetters vor allem der Verkauf von Winterbekleidung schlecht. Die Renner seien in der Woche vor dem Nikolaustag neben Haushaltswaren, Unterhaltungselektronik oder Schmuck auch Schokoladenfiguren, kleine Geschenke und Dekorationsware gewesen. Insgesamt lägen die Umsätze bislang auf dem Niveau des Vorjahres.

HDE erwartet eine Steigerung zum Vorjahr

Der HDE rechnet in den letzten beiden Monaten dieses Jahres mit einem Umsatz von 86,7 Milliarden Euro im deutschen Einzelhandel. Im Vorjahresvergleich entspricht das einem nominalen Plus von zwei Prozent. Der Onlinehandel wird zu diesem Umsatz einen Anteil von rund 11 Milliarden Euro beitragen. Das steht in diesem Bereich für ein Plus von zwölf Prozent.

Viele weitere Umfragen haben ebenfalls eine gesteigerte Ausbabenlust zu Weihnachten ermittelt - einzig die GfK kam zu dem Ergebnis, dass die Verbraucher diesmal etwas weniger in Geschenke investieren wollen als 2014.