Die angespannten Rohstoffmärkte verhagelten 2009 auch das Geschäft der Nordwest Handel AG. Das erste Quartal 2010 verlief für die Verbundgruppe für das Bau-Handwerk schon wieder vielversprechend.

"Die Stimmung hat sich aufgehellt, so dass wir für 2010 mit steigenden Umsätzen rechnen", sagte der Nordwest-Vorstandsvorsitzende Günter Stolze bei der Präsentation der Bilanz für das Jahr 2009.

Der Einkaufsverbund für Haustechnik, Stahl und Bau-Handwerk mit Sitz in Hagen musste im vorigen Jahr Einbußen hinnehmen. Schuld daran seien die angespannten weltweiten Rohstoffmärkte gewesen.

Stahl verliert 44 Prozent

Im Vergleich zum Vorjahr gab es 2009 einen Umsatzrückgang von 555 Millionen Euro. Den größten Einbruch gab es im Stahlbereich. Hier sanken die Erlöse um 472 Millionen Euro - das sind 44 Prozent. Das Geschäftsvolumen des Konzerns betrug 2009 rund 1,5 Milliarden Euro.

In den Geschäftsfeldern Bau-Handwerk-Industrie sanken die Umsätze um 15 Prozent. Nur bei der Haustechnik konnte Nordwest zulegen, die Erlöse stiegen im Vergleich zu 2008 um 10 Prozent.

Auch die Mitgliederentwicklung verlief positiv für die Hagener Einkaufsgemeinschaft. Der Kreis der Fachhandelspartner erweiterte sich um 54 auf nun 732 Händler. 254 Partner rechnen über die zum Konzern gehörende Nürnberger Bund Produktionsverbundungshandels GmbH ab.

"Unser Wachstumskurs der vergangenen Jahre ist 2009 unterbrochen. Wir werden daran arbeiten, schnell an den Erfolg wieder anzuknüpfen", versicherte Vorstandschef Stolze. Der Start ins Geschäftsjahr 2010 sei vielversprechend verlaufen: Im ersten Quartal lagen die Umsätze um 4,2 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. "Für den weiteren Verlauf des Jahres gehen wird von einer weiterhin positiven Umsatzentwicklung aus", prognostizierte Stolze.