Onlineshops von Sportartikelhändlern bieten den Nutzern grundsätzlich hohen Bedienungskomfort, hat das EHI ermittelt. Die multimediale Darstellung von Produkten etwa könnte allerdings weiter verbreitet sein.

Beim Einkaufen im Internet können sich die Kunden von Sportartikeln in der Regel auf eine gute Benutzerführung sowie ausgereifte Suchfunktionen und einen komfortablen Bestellvorgang verlassen. Im Bereich Produktpräsentation hingegen besteht noch Bedarf zur Optimierung, die bei der Vermeidung von Retouren hilft. Das geht aus aktuellen Studie "Onlineshop-Maturity-Index 2016 - Sportartikel" hervor, die vom EHI Retail Institut aufgelegt wurde.

Es zeigt sich demnach, dass die zehn besten Onlineshops von Sportartikelhändlern im Bereich "Benutzerführung & Benutzerfreundlichkeit" (24,6 von maximal 30 Punkten) weit entwickelt sind. Auf die Kaufentscheidung des Kunden haben ein benutzerfreundlicher Aufbau der Webseite und eine einfache, intuitive Benutzerführung erheblichen Einfluss, schreibt das EHI.

Einfacher Bestellvorgang

Ein sehr gutes Ergebnis spiegelt der Branchenindex auch im Bereich "Suche" (17,6 von maximal 21 Punkten). Die Suchfunktion gehört zu den essenziellen Pflichtelementen eines Onlineshops und hilft, Kaufabbrüche zu vermeiden. Der Bestellvorgang muss für den Kunden transparent und einfach gestaltet sein. 13,9 von 17 erreichbaren Punkten zeigen, dass die zehn besten Shops auch im Bereich "Bestellung" ihre Hausaufgaben gemacht haben. 

Überraschend ist, dass in der Kategorie "Produktpräsentation" (15,1 von maximal 24 Punkten) offensichtlich noch viel ungenutztes Potenzial ruht. So bieten nur 9 Prozent der untersuchten Händler dem Kunden leicht auffindbare Produktvideos zur Orientierung an. Aus einer weiteren EHI-Studie zu den Retouren im E-Commerce geht hervor, dass für 83 Prozent der befragten Unternehmen die Bereitstellung detaillierter Produktinformationen zu den wichtigsten Maßnahmen zur Retourenvermeidung zählt. 

Für die Studie wurden 35 Onlineshops von Sportartikelanbietern anhand von 91 Kriterien analysiert und in acht Kategorien bewertet. Generalisten und Hersteller wurden in der Analyse nicht berücksichtigt. Der Kriterienkatalog geht von einem idealen Onlineshop aus, der nach heutigen Standards umsetzbar wäre. Bei der Analyse kann ein Onlineshop maximal 150 Punkte erreichen.