Das Thema Supply Chain Management (SCM) & Collaboration spielt im Jahr 2002 für 87% der Unternehmen, die eine SCM-Lösung einsetzen oder dies planen, eine sehr wichtige oder sogar höchst wichtige Rolle. Jedoch erkennen 60% der Unternehmen, die kein SCM einsetzen oder planen, keinen Nutzen in SCM.

Das Thema Supply Chain Management (SCM) & Collaboration spielt im Jahr 2002 für 87% der Unternehmen, die eine SCM-Lösung einsetzen oder dies planen, eine sehr wichtige oder sogar höchst wichtige Rolle. Jedoch erkennen 60% der Unternehmen, die kein SCM einsetzen oder planen, keinen Nutzen in SCM.

Dies sind Kernergebnisse aus der Studie "Supply Chain Management & Collaboration" der Meta Group, die von Dezember 2000 bis Februar 2001 unter insgesamt 916 Unternehmen in Deutschland durchgeführt worden ist. (Begriffserklärungen wie z.B. SCM finden Sie im E-Commerce-Lexikon von CYbiz; direkter Link zur Erklärung "SCM": SCM)

Jedoch fragt sich Frank Naujoks, Consultant bei der Meta Group und verantwortlich für die Studie Supply Chain Management & Collaboration in Deutschland, wie zukünftig die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen funktionieren wird, da nur ein knappes Drittel der Befragten schon heute ein Supply-Chain-Management (SCM)-System einsetzt beziehungsweise dessen Einsatz plant. Diese schätzen das Thema als sehr wichtig bis höchst wichtig ein.

"Für 60% der Unternehmen, die auf den Einsatz verzichten, ist der Nutzen einer SCM-Lösung nicht erkennbar", wundert sich Frank Naujoks. Jeder Vierte hält die angebotenen Funktionen und Module für seine Branche für ungeeignet, jeder Fünfte für seine Geschäftsprozesse ungeeignet. "Die Hersteller haben noch viel Arbeit vor sich, um die Unternehmen von den Vorteilen einer Supply-Chain-Management-Lösung zu überzeugen", fasst Frank Naujoks die Ergebnisse zusammen.

Aber auch die unternehmensinternen Faktoren, die gegen den Einsatz einer SCM-Lösung sprechen, deuten darauf hin, dass der Wettbewerbsdruck auf deutsche Unternehmen noch nicht groß genug ist, um relativ leicht zu realisierende Optimierungsprozesse einzuleiten: "81% der Befragten haben schlicht und einfach keinen Bedarf an einem SCM-Projekt, fast jeder zweite setzt andere Prioritäten in seiner Arbeit", betont Frank Naujoks. Immerhin ein knappes Viertel räumt ein, dass die organisatorischen Voraussetzungen im Unternehmen nicht gegeben sind und das zuwenig Ressourcen und internes Know-how zur Verfügung steht.

"Die Firmen müssen möglichst schnell begreifen, dass sie zukünftig im weiter zunehmenden internationalen Wettbewerb nur noch bestehen können, wenn sie sich hin zu einem prozessorientierten Denken und Handeln entwickeln und das Kästchendenken der funktionalen Organisationsstruktur überwinden. Das ist ohne eine funktionierende Supply Chain nicht zu schaffen", ist sich Naujoks sicher. (RS)


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