Oetker darf die Douglas-Beteiligung weiter ausbauen. Das Bundeskartellamt genehmigte eine Aufstockung auf mehr als ein Viertel der Aktien.

Die Oetker-Gruppe darf ihren Anteil am Einzelhandelskonzern Douglas auf mehr als 25 Prozent erhöhen. Das Bundeskartellamt genehmigte der August Oetker Finanzierungs- und Beteiligungs-Gesellschaft mbH die Aufstockung ihrer Beteiligung an der Douglas Holding AG. Damit wurde der am 12. November eingereichten Anmeldung am 14. November die Freigabe erteilt, hieß es in einer am Dienstag auf der Internetseite der Behörde veröffentlichten Liste.

Oetker hatte erst Ende Februar die 15-Prozent-Marke überschritten. Mitte August besaß Oetker dann bereits mehr als 20 Prozent. Am Dienstag betrug der Anteil Oetkers an der Douglas Holding AG nach deren Angaben 23,32 Prozent. Die Oetker-Gruppe ist damit der größte Einzelaktionär des Einzelhandelskonzerns. Ein Oetker-Sprecher in Bielefeld bestätigte die Genehmigung des Kartellamtes, wollte jedoch keine weiteren Angaben zu der Beteiligung machen.

Immer noch die meisten Anteile in Familienhand

Außer bei Oetker liegen laut Douglas mit insgesamt rund 35 Prozent die meisten Anteile bei der Familie des Unternehmensgründers Herbert Eklöh. Innerhalb der Eklöh-Gruppe ist der Stiefsohn Eklöhs und frühere Vorstandschef Jörn Kreke mit 6,95 Prozent der Douglas-Anteile der größte Einzelaktionär.

Der Douglas-Konzern verkauft Parfüm (Douglas), Bücher (Thalia), Schmuck (Christ), Mode (Appelrath-Cüpper) und Pralinen (Hussel). Weltweit gab es Ende September knapp 2000 Filialen. Der Konzern beschäftigt rund 24 000 Menschen. Im vergangenen Geschäftsjahr