Regierungen und Verwaltungsbehörden in Europa machen bei der Umsetzung von E-Commerce-Anwendungen signifikante Fortschritte und zeigen hohes Engagement bei der Einführung internetgestützter Service-Angebote für Bürgerinnen und Bürger.

Regierungen und Verwaltungsbehörden in Europa machen bei der Umsetzung von E-Commerce-Anwendungen signifikante Fortschritte und zeigen hohes Engagement bei der Einführung internetgestützter Service-Angebote für Bürgerinnen und Bürger. Doch sind sich die Führungskräfte aus der Verwaltung einig, dass die Integration der Technologie in das Tagesgeschäft länger dauern wird als bisher prognostiziert. Sie erwarten als Bilanz des vergangenen Jahres 2001 einen Anstieg der E-Commerce-Investitionen öffentlicher Institutionen um 15%. Immerhin 83% aller Befragten wollen mit der Umsetzung ihrer E-Commerce-Aktivitäten fortfahren. Dies ergab eine aktuelle E-Government-Umfrage der Unternehmensberatung Accenture, die zum vierten Mal in Folge durchgeführt wurde. Befragt wurden 840 Top-Manager und Entscheidungsträger von Unternehmen und Organisationen aus 25 Ländern (21 europäische sowie Südafrika, Indien, Japan und USA).

Wie die Accenture-Studie zeigt, kann die öffentliche Hand bei ihren Internet-Aktivitäten auf klare Unterstützung aus der Privatwirtschaft zählen: Die Befragten rechnen mit positiven Impulsen in der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen privaten und öffentlichen Institutionen (Public-Privat-Partnerschaften). Sie setzen vor allem auf den Ausbau von Portal-Lösungen, mit denen öffentliche Leistungs- und Serviceangebote behördenübergreifend über einen einzigen Zugang komfortabel und effizient zugänglich gemacht werden. Mit den Möglichkeiten der nächsten Technologie-Generation (U-Commerce - "Ubiquoitous Commerce") soll die Beziehung zwischen Bürgern und Behörden noch enger und vielfältiger gestaltet werden.

Im Verlauf der Langzeitstudie war nach Angaben von Accenture bei öffentlichen Institutionen eine verstärkte Bereitschaft zur Kooperation mit externen Partnern sowie zum Outsourcing ganzer Service-Bereiche zu beobachten: 79% der befragten Verwaltungsmanager bekunden, im Bereich E-Commerce zukünftig verstärkt mit andern Organisationen zusammenarbeiten zu wollen, 59% denken über Outsourcing-Möglichkeiten nach. Gleichzeitig erkennen sie, dass E-Commerce nicht allein Technologie-Investitionen fordert, sondern mit einer Intensivierung der Personal- und Organisationsentwicklung einhergehen muss. (ST)


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