Im laufenden Jahr wird sich der Umsatz im Online-Handel auf gut sieben Mrd. DM mehr als verdreifachen. Allerdings wird sich die Zahlungsmoral im E-Commerce weiter verschlechtern. Dies sind Ergebnisse einer aktuellen Umfrage des Bundesverbandes Deutscher Inkasso-Unternehmen (BDIU) unter seinen 445 Mitgliedsunternehmen.

Im laufenden Jahr wird sich der Umsatz im Online-Handel auf gut sieben Milliarden Mark mehr als verdreifachen. Allerdings wird sich die Zahlungsmoral im E-Commerce weiter verschlechtern. Dies sind Ergebnisse einer aktuellen Umfrage des Bundesverbandes Deutscher Inkasso-Unternehmen (BDIU) unter seinen 445 Mitgliedsunternehmen.

Im vergangenen Jahr wurden nach Einschätzung des BDIU rund zwei Milliarden Mark in Deutschland über das Internet umgesetzt. Im Jahr 2005 soll sogar jede vierte Mark der Umsätze im deutschen Handel im Internet gemacht werden.

Der Handel über das Internet stellt neue Anfordeungen an das Forderungsmanagement. Noch erscheinen die Summen, um die es geht, eher bescheiden: Gemessen an geschätzten 720 Milliarden Mark Umsatzvolumen im traditionellen Einzelhandel, wirken die sieben Milliarden Mark, die der Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen für dieses Jahr im Online-Handel vorhersagt, wenig beeindruckend. "Wir stehen am Anfang einer Entwicklung, die den Handel auch in Deutschland revolutionieren wird", stellt BDIU-Vorstandssprecherin Gerti Hönings fest. Das belegt auch eine Umfrage, die der Inkasso-Verband jetzt unter seinen Mitgliedern zum Thema Electronic Commerce durchgeführt hat. Darin gehen die Inkasso-Unternehmen im Durchschnitt davon aus, dass im Jahr 2005 rund ein Viertel des Umsatzvolumens im deutschen Handel über das Internet abgewickelt wird.

"Die deutsche Handelslandschaft wird sich grundlegend verändern", kommentiert Hönings die Ergebnisse. "Immer mehr Kunden werden Waren und Dienstleistungen nur noch online bestellen, anstatt in ein herkömmliches Geschäft zu gehen. "Insbesondere die Unternehmen setzen verstärkt auf E-Commerce. In einer aktuellen Studie der Diebold-Gruppe unter deutschen Unternehmen gaben 48% an, sie beabsichtigten, demnächst Waren oder Dienstleistungen über das Internet zu bestellen.

"Es sollte dabei aber niemand dem Trugschluss verfallen, das Zahlungsverhalten würde sich bessern, nur weil das Geschäft online abgewickelt wird", warnt Hönings. Die Umfrage des BDUI belegt: Das bisherige Zahlungsverhalten beim Handel über das Internet unterscheidet sich kaum von dem im traditionellen Handel. Rund 46% der BDIU-Unternehmen vertraten diese Ansicht. Sogar 29% glaubten, dass die Zahlungsmoral beim E-Commerce sei noch schlechter als im übrigen Geschäftsverkehr, und dort ist sie seit Jahren gesunken.

Die Inkasso-Unternehmen sind der Ansicht, dass sich trotz des derzeitigen Misstrauens der Verbraucher, die Kreditkarte in den nächsten fünf Jahren als wichtigstes Bezahlverfahren im Online-Shopping durchsetzen wird. "Nicht zuletzt, weil neue Verschlüsselungstechniken das Zahlen sicherer machen werden", so Hönings. Rund 77% der befragten BDIU-Mitglieder sagten, das Bezahlen über die verschlüsselte Kreditkartennummer werde sich im Jahr 2005 im Online-Geschäftsverkehr durchgesetzt haben.

E-Commerce ist auch eine große Herausforderung und Chance für die Inkasso-Unternehmen. Jedes zweite befragte Unternehmen vertrat die Ansicht, der Online-Handel werde Unternehmen verstärkt dazu bewegen, ihr Forderungsmanagement auf spezialisierte Dienstleister auszulagern. BDIU-Präsident Ulf Giebel merkt an: "Die Internet-Revolution geschieht jetzt! Da ist schnelles Reagieren gefragt. Wer erst in einem Jahr seine Geschäftsprozesse und sein Inkasso entsprechend neu ausrichtet, kann dann schon den Anschluss verpasst haben."


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