Die stationären Händler hatten im Vergleich zu den Onlinehändlern öfter mit Umsatzeinbrüchen zu kämpfen, weil der Winter so lang war.

So kalt wie in diesem Jahr soll der März seit 100 Jahren nicht mehr gewesen sein. Das haben auch die deutschen Händler zu spüren bekommen, meldet das IFH Institut für Handelsforschung. Demnach hatten vor allem die stationären Händler  wegen des langen Winters mit Umsatzeinbrüchen zu kämpfen: Mehr als 60 Prozent der befragten stationären Händler gaben an, dass der ungewöhnlich lange Winter ihre Ertragslage negativ beeinflusst habe.

Gut ein Drittel davon verzeichneten sogar starke Umsatzeinbußen. Insgesamt lag das Umsatzminusdem IFH zufolge im stationären Handel bei durchschnittlich 14 Prozent. Im April beurteilen die Händler ihre Lage dann der Studie zufolge noch einmal leicht negativer als im März. 

Viele Onlinehändler bemerkten keine Auswirkungen

Die Onlinehändler hingegen scheinen weit weniger von der Wetterlage beeinflusst gewesen zu sein, wie wiederum das E-Commerce-Center (ECC) am IFH herausgefunden hat. Demnach hatten "nur"  rund ein Viertel der befragten Onlinehändler Umsatzeinbußen wegen des Wetters zu verzeichnen. Während mit rund 43 Prozent die Mehrheit der Onlinehändler angab, keinerlei Auswirkungen zu spüren, verzeichnete knapp ein Drittel sogar Umsatzzuwächse von durchschnittlich rund 15 Prozent.

Rund ein Drittel der befragten Onlinekunden gab in einer anderen ECC-Studie an, bei schlechtem Wetter lieber online als im stationären Handel einzukaufen. Allerdings ist gut jeder zweite Onlinekunde der Meinung, dass sein Einkaufsverhalten nicht vom Wetter beeinflusst wird (53,9 Prozent).

Bei den Aussichten für das laufende Jahr sind sich die befragten Händler quer über die Vertriebskanäle hinweg dann allerdings wieder recht einig: Rund 43 Prozent der Onlinehändler und rund 45 Prozent der stationären Händler rechnen demnach künftig mit einer Verbesserung der Geschäftslage.