Zwar war der Januar 2015 noch besser, aber der erste Monat dieses Jahres verlief für den Einzelhandel überraschend gut. Der Gewinner ist allerdings der Onlinehandel.

Deutschlands Einzelhändler sind durchwachsen ins Jahr 2016 gestartet. Während die Umsätze zum Dezember überraschend stark zulegten, fielen die Resultate im Vergleich zum Januar 2015 schwächer aus. Das teilte das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mit. Allerdings hatte der Januar 2016 mit 25 Verkaufstagen einen Verkaufstag weniger als der Januar 2015.

Im Januar lagen die Erlöse der Branche preisbereinigt (real) um 0,7 Prozent höher als im Vormonat. Volkswirte hatten nur einen Anstieg um 0,3 Prozent erwartet. Nominal, also inklusive Preiseffekte, legten die Umsätze von Dezember auf Januar um 0,6 Prozent zu. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Umsätze in diesem Januar real um 0,8 Prozent und nominal um 0,4 Prozent niedriger.

Die einzelnen Branchen

Der Handel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte preisbereinigt 1,4 Prozent und nominal 0,8 Prozent weniger um als im Januar 2015. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten preisbereinigt 1,5 Prozent und nominal 0,9 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat. Im Fachhandel mit Lebensmitteln wurde preisbereinigt 0,7 Prozent weniger und nominal 0,6 Prozent mehr umgesetzt als im Januar 2015.

Im Bereich Nicht-Lebensmittel lagen die Umsätze preisbereinigt 0,3 Prozent unter und nominal 0,1 Prozent über den Werten des Vorjahresmonats. Dabei erzielte der Internet- und Versandhandel, wie bereits in den Vormonaten, positive Zuwachsraten (preisbereinigt plus 2,6 Prozent und nominal plus 3,4 Prozent).