Wenn immer mehr Konsumenten online einkaufen, dann freut das auch die Paketdienstleister. Hermes hat ein starkes Jahr 2013 hinter sich und bereitet sich auf weiteres Wachstum vor.

Der Logistik-Dienstleister Hermes profitiert weiterhin vom Bestell-Boom im Internet. Der Umsatz legte 2013 um 8 Prozent auf über 2,08 Milliarden Euro zu, nach 7 Prozent Wachstum im Vorjahr. Großen Anteil daran hatten die europäischen Paketdienste, die mit 496 Millionen rund 10 Prozent mehr Sendungen als im Vorjahr transportierten. Rund 70 Prozent der Sendungen von Paketen resultierten aus dem Geschäft mit Auftraggebern außerhalb des Mutterkonzerns Otto Group.

Das teilte Hermes am Montag in Hamburg mit. Sie veröffentlicht keine Angaben zum Gewinn, er sei aber zufriedenstellend, sagte ein Sprecher. In diesem Jahr sollen weltweit 300 Arbeitsplätze (2013: plus 700) hinzukommen. Aktuell beschäftigt Hermes fast 12.000 Mitarbeiter.

Zukunft in der Internationalisierung

Im wettbewerbsintensiven deutschen Markt will Hermes Kooperationen mit Konkurrenten eingehen. Angesichts wachsender Service-Ansprüche der Kunden sowie der ökonomischen und ökologischen Herausforderungen sollten Paketdienste Möglichkeiten der Zusammenarbeit prüfen, teilte Hermes-Chef Hanjo Schneider mit. "Wir sind auf jeden Fall gesprächsbereit."

Die Zukunft des Paketgeschäfts liege aber unter anderem in der Internationalisierung, "schließlich möchten Händler ihre Waren global verkaufen", sagte Schneider. Entsprechend wolle das Unternehmen seine Präsenz auch in kleineren EU-Staaten verstärken.

Hermes rechnet angesichts des Wachstums im Onlinehandel mit einer steigenden Zahl an Sendungen. Der Logistiker will entsprechend seinen Service verbessern und noch in diesem Jahr in Deutschland mit der Lieferung in Zeitfenstern beginnen. Damit werde dem Empfänger am Vortag definierter Zeitraum für die Zustellung angekündigt.