Mehr Preistranspararenz als im Onlinehandel gibt es nicht, sagt Verbandschef Prothmann. Wozu dann strengere Regeln, über die in Nordrhein-Westfalen nachgedacht werden?

In der Diskussion um individualisierte Preise im Internet haben Händler mögliche gesetzliche Vorgaben kritisiert. "Ich sehe keine Notwendigkeit für die Politik einzugreifen", sagte der Präsident des Bundesverbandes Onlinehandel, Oliver Prothmann, am Montag in Berlin. Dynamische Preise habe es im Handel schon immer gegeben. "Das Besondere am Onlinehandel ist, dass wir eine extreme Transparenz haben", sagte Prothmann.

So seien etwa beim Einkauf von Elektronikprodukten oft stündliche Preisänderungen zu beobachten. Von einer Individualisierung der Preise könne zudem auch der Kunde profitieren, wenn ihm dadurch etwa die Möglichkeit zum Handeln eröffnet werde. Es könne jedoch Sinn ergeben, gegen möglichen Missbrauch bei der Preisbildung vorzugehen.

Der nordrhein-westfälische Verbraucherminister Johannes Remmel (Grüne) hatte zuvor angekündigt, schärfere Gesetze gegen individualisierte Preise im Onlinehandel prüfen zu wollen. "Wir müssen solche Praktiken verhindern, bevor sie sich weiter ausbreiten", sagte Remmel den Zeitungen der Funke Mediengruppe.