Der europäische Verband der rund 4.000 Opel- und Vauxhall-Händler "Euroda" hat das Konzept einer Händlerbeteiligung am Autobauer bekannt gegeben.

Auf ihrer Frühjahrskonferenz in Wien haben die Händler dem Verband das Mandat erteilt, der Bundesregierung und General Motors ein entsprechendes Angebot zu unterbreiten.

Das Konzept sieht vor, dass Verbandsmitglieder aus 25 europäischen Staaten über einen Zeitraum von drei Jahren einen Betrag von 150 Euro pro verkauftem Fahrzeug in einen Beteiligungsfonds für ein neues Opel-Vauxhall-Unternehmen einzahlen.

Der Verband geht davon aus, dass sich die Investition auf bis zu 500 Millionen Euro belaufen wird. Details der Ausgestaltung und die Umsetzung des Beteiligungsmodells sind noch in der Diskussion und sollen auch von der Entscheidung eines zukünftigen Investors abhängig gemacht werden.

"Opel beziehungsweise Vauxhall sind eine starke Marke. Der aktuelle Erfolg des neuen Insignia zeigt deren großes Potenzial. Deshalb wollen wir aktiv die Zukunft von Opel und Vauxhall mitgestalten", sagt Jaap Timmer, Präsident von Euroda. Alain Visser, Vice President Opel, begrüßte das Engagement der Händler.

Insolvenz immer wahrscheinlicher

Derweil eskaliert der Nervenkrieg um die Rettung des Autobauers Opel. In den USA zeichnet sich immer mehr ab, dass der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) zum Monatsende in die Insolvenz geht.

In Berlin schloss Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) auch eine Insolvenz von Opel nicht aus, wenn mögliche Investoren für den europäischen GM-Konzernteil bis zum kommenden Mittwoch kein tragfähiges Konzept vorlegten.

Das von Guttenberg als Übergangslösung vorgeschlagene Treuhand- Modell findet zwar Unterstützer aus der deutschen Politik, stößt aber Medienberichten zufolge in den USA auf Widerstand. Der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer hält das Modell sogar für völlig unrealistisch.

DH / dpa