"Für Unternehmen besteht die Gefahr, in eine Internet-Falle zu geraten, wenn sie elektronische Shop-Produkte nur als Stand-alone-Systeme einsetzen wollten, um in das E-Business einzusteigen", meint Bruno Rücker, neuer Vorsitzender des Vorstands (CEO) der Openshop Holding AG.

"Für Unternehmen besteht die Gefahr, in eine Internet-Falle zu geraten, wenn sie elektronische Shop-Produkte nur als Stand-alone-Systeme einsetzen wollten, um in das E-Business einzusteigen", meint Bruno Rücker, neuer Vorsitzender des Vorstands (CEO) der Openshop Holding AG, Neu-Ulm.

Auf der CeBIT 2001 warnte Rücker, ein erfahrener Insider mit langer Erfahrung in der IT-Branche, weiter: "So wird E-Business meist nur Kosten verursachen, sich jedoch nicht dessen immense Vorteile nutzen lassen". Der Einsatz von Produkten für das E-Business, insbesondere von Shop-Lösungen, sei erklärungsbedürftig. "Daher lassen sich diese Technologien nicht, wie anfangs von vielen Marktbeobachtern gedacht, ausschließlich über Reseller-Strukturen verkaufen," so der neue Openshop-Chef weiter.

Auch in der New Economy stellten sich zunächst die drei Kernfragen, deren Beantwortung gleichsam in der Old Economy allgemein als Wirtschaftsregel gelten, bevor man die Realisierung von Geschäftsmodellen für das E-Business angehe: Wie lautet das Unternehmensziel, wie die Unternehmensstrategie, dieses Ziel zu erreichen, wie das Geschäftsmodell, um diese Aufgabe zu lösen? "Dabei sind Internet-basierte Geschäftsmodelle weitaus anspruchsvoller als viele bislang noch vermuten", betonte Rücker. Sie würden sich oft signifikant sowohl im Front- als auch im Back-End-Bereich von denen traditioneller Modelle unterscheiden. "Mit E-Business-Technologie wie der von Openshop lassen sich Echtzeit-Informationen von Unternehmen so nutzen, dass sich neue Möglichkeiten zur Wertschöpfung eröffnen. Doch dazu müssten die neuen Shop-Lösungen, die im Internet als Transaktionssysteme im Front-End-Bereich eingesetzt werden, nicht nur mit den Back-End-Lösungen, beispielsweise ERP-Systeme, einer vorhandenen IT-Struktur verbunden, sondern in die gesamte IT-Architektur eines Unternehmens integriert werden. Von daher kommt dem Consulting-Bereich beim professionellen Einsatz von E-Business-Komponenten künftig eine zentrale Bedeutung zu."

Diese neuen Erfordernisse des Marktes haben bei Openshop eine Erweiterung der bisherigen Unternehmensstrategie zur Folge. "Wir werden unser Produktportfolio um das Geschäft mit anspruchsvollen E-Business-Lösungen für Endkunden aller Größenklassen sowie für unterschiedliche Branchen ausbauen und einen Direktvertrieb für Key Accounts einrichten." Gleichzeitig hob er hervor, dass Openshop nicht in Konkurrenz zu Vertriebspartnern treten wolle, sondern im Gegenteil das Vertriebsnetz mit internationalen Consulting- und Systemintegrationspartnern deutlich verstärken werde.

Rücker, der das Neu-Ulmer Unternehmen kräftig umbaut, möchte künftig durch internes und externes Wachstum eine nachhaltige Wertsteigerung von Openshop erreichen. Dazu soll die technologische E-Business-Kompetenz von Openshop durch verstärkte Investitionen sowohl in die eigene Software-Plattform als auch in den Aufbau weiterer strategischer Partnerschaften auf Lösungsebene im Back-End-Bereich erweitert werden. In diesem Zusammenhang würden derzeit intensive Gespräche über die Bereiche Supply Chain Management (SCM), Business Intelligence und Business Workflow geführt. "Mit der erfolgreichen Umsetzung unserer erweiterten Unternehmensstrategie vom Produkt- zum Lösungsanbieter verfolgen wir das Ziel einer qualitativen Marktführerschaft", fasste der neue Openshop-Vorstandsvorsitzende zusammen. "Initiiert wurde diese Strategieerweiterung zum Lösungsanbieter noch vom Unternehmens-Mitbegründer Thomas Egner", so Rücker. "Wir werden dieses neue Konzept noch optimieren und in den kommenden zwei Jahren realisieren." Dabei werde Openshop auf den "reduzierten Stoffwechsel" des Internet-Software-Marktes, eingestellt.

Mit dem Börsengang im März vergangenen Jahres, der einen Nettozufluss in Höhe von rund 188 Mio. DM brachte, sei dafür eine solide Kapitalbasis geschaffen worden. Die Eigenkapitalquote betrug Ende 2000 über 90%. "Mit unserer soliden Finanzbasis können wir den Herausforderungen des Marktes in den nächsten vier bis fünf Jahren zuversichtlich entgegensehen", freute sich Rücker abschließend.

Noch auf der Messe gab Openshop die strategische Kooperation mit Skyva International, Medford/USA, einer 53%igen Tochtergesellschaft der ABB, für den europäischen und amerikanischen Markt bekannt. Die Zusammenarbeit sieht die gegenseitige Produktintegration der Openshop Front-End-und der Skyva-Back-End-Lösungen für maßgeschneiderte kundenspezifische E-Business-Lösungen vor. Eine erste gemeinsame Internet-basierte Logistiklösung zur Steuerung, Planung und Optimierung des unternehmensübergreifenden Warenverkehrs werde bereits entwickelt. (RS)


FIRMENPROFIL:

Openshop ist Hersteller von E-Business-Software für B2C- und B2B-Anwendungen in Deutschland. Die offene, skalierbare Openshop-Technologie ermöglicht die lIntegration von E-Business-Lösungen in existierende IT-Infrastrukturen und den Aufbau von E-Shops, E-Marktplätzen, E-Procurement sowie E-Supply Chains. Darüber hinaus erlaubt die Openshop-Software eine flexible Anpassung an neue Internet-Technologien wie M-Commerce (WAP), Online-Auktionen, ECML oder XML und bietet eine Plattform für ASP-Dienstleistungen. Mit seinen Produkten ermöglicht Openshop Unternehmen, einen einfachen Weg, ihre Geschäftsabläufe an das Internet anzubinden bzw. im Internet abzubilden. Seit dem 21. März 2000 ist die Openshop Holding AG am Neuen Markt, Frankfurt, notiert (OSP, WKN 780 470). Die Openshop-Gruppe beschäftigt zur Zeit insgesamt über 170 Mitarbeiter.


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