Nach dem Internethype dominiert bei Unternehmen wieder der stärkere Blick auf die Effizienz der eigenen Organisation. Trotz der Renaissance der klassischen Themen ist E-Business jedoch keinesfalls von der Liste der wichtigen IT-Themen gestrichen.

Nach dem Internethype und aufgrund des abgeschwächten Wirtschaftsklimas dominiert bei Unternehmen wieder der stärkere Blick auf die Effizienz der eigenen Organisation. War im letzten Jahr die Entwicklung einer E-Business-Strategie noch das Thema Nummer 1, stehen jetzt die Optimierung der Unternehmenseffizienz sowie der unternehmensweiten IT-Dienstleistungen ganz oben auf der Liste der deutschen IT-Verantwortlichen. Dies ist das Ergebnis der diesjährigen weltweiten CSC Ploenzke-Umfrage "Critical Issues" unter über 1.000 IT-Verantwortlichen großer Unternehmen.

Trotz der Renaissance der klassischen Themen ist E-Business jedoch keinesfalls von der Liste der wichtigen IT-Themen gestrichen. Über 93% der befragten Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum beziehen E-Business in ihre geplanten IT-Investitionen ein. Im Vergleich liegt diese Kennzahl bei den US-Befragten mit 83% geringer. Zudem haben 22,5% der befragten deutschsprachigen Unternehmen ihre E-Business-Strategie bereits voll implementiert. In den USA sind dies nur 5,8% der befragten Unternehmen. Von einem Vorsprung der USA kann daher nach Meinung der Studienautoren nicht die Rede sein. Europa hat, so die Interpretation, aus den ersten Aktivitäten von US-Unternehmen im E-Business gelernt und die Projekte strikt auf ihre Machbarkeit hin überprüft, konzipiert und entsprechend umgesetzt.

Auch bei den derzeit geplanten IT-Projekten zeigen sich Unterschiede. Während in den USA das Thema Kundenservice mit 67% ganz oben auf der Liste steht, ist das Investment in integrierte Backoffice-Lösungen die Nummer 1 im deutschsprachigen Raum (64%). Hier zeigen sich ebenfalls unterschiedliche Mentalitäten: Nordamerika investiert eher in kundenorientierte Lösungen, während deutsche Unternehmen stärker in die interne Organisation investieren.

Kaum Unterschiede zeigen sich hingegen bei der Frage, ob in den Unternehmen Programme verfügbar sind, um den Erfolg ihrer IT-Projekte zu messen. Weltweit haben bisher nur 16,3% der befragten Unternehmen schon Maßnahmen zur Erfolgsmessung eingeführt. Doch konzipieren 36,4% der Befragten derzeit solche Programme und 23,7% führen sie gegenwärtig ein. Dies zeigt, dass die IT-Verantwortlichen gegenüber ihrer Unternehmensführung den Beitrag der IT zum Unternehmenserfolg noch stärker als in der Vergangenheit sichtbar machen müssen. Einen Return-on-Investment ihrer IT-Projekte erwarten 78% der Befragten weltweit innerhalb von zwei Jahren.

Die gestiegene Nachfrage nach Outsourcing spiegelt sich ebenfalls in den Ergebnissen der Umfrage wieder. Während in Europa im letzten Jahr noch 35% der befragten Unternehmen zusätzliche Outsourcing-Projekte planten, sind es in diesem Jahr bereits 63%. Den Schwerpunkt externer Outsourcing-Projekte bildet mit 62% die Anwendungsentwicklung, -installation und -wartung, gefolgt von Web-Hosting (42%). (ST)


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