Die Douglas-Gruppe überrascht mit guten Zahlen. Der Umsatz des Handelskonzerns von April bis Juni legte um knapp fünf Prozent zu. Fächenbereinigt liest sich die Bilanz jedoch anders.

Der Hagener Handelskonzern Douglas sieht sich trotz des schwierigen konjunkturellen Umfeldes weiter auf Kurs. "Wir haben uns vor allem in Deutschland auch im dritten Quartal des Geschäftsjahres gut behaupten können", sagte Henning Kreke, Vorsitzender des Vorstandes, an diesem Dienstag.

Vier Bereiche erzielen Zuwächse

Der Nettoumsatz der Douglas-Gruppe stieg in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2008/09 (1. Oktober 2008 bis 30. Juni 2009) gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Prozent auf fast 2,5 Milliarden Euro.

Auf vergleichbarer Fläche sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum allerdings um 0,9 Prozent. Die Bereiche Bücher (Thalia), Schmuck (Christ) und Süßwaren (Hussel) konnten hingegen auf vergleichbarer Fläche Umsatzzuwächse erzielen.

Flächenbereinigt im Minus

In Deutschland stiegen die Umsätze nach neun Monaten um 2,3 Prozent auf über 1,6 Milliarden Euro. Auf vergleichbarer Fläche blieben die Umsätze damit um 0,4 Prozent hinter dem Vorjahr zurück.

Der Auslandsumsatz erhöhte sich nach neun Monaten um 3,5 Prozent auf 875,7 Millionen Euro. Auf vergleichbarer Fläche lagen die Umsätze aber auch in diesem Geschäftsbereich um 1,9 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Umsatzrendite bei knapp fünf Prozent

Das operative Ergebnis vor Steuern des Douglas-Konzerns erreichte nach neun Monaten eine Höhe von 120,5 Millionen Euro nach 136,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Im Berichtszeitraum sind Sondereffekte in Höhe von rund 12 Millionen Euro angefallen. Diese betreffen die Untervermietung des AppelrathCüpper-Modehauses in Berlin und erwartete Belastungen aus der anstehenden Bereinigung des Filialnetzes.

Die operative Umsatzrendite - also das Verhältnis von operativem Ergebnis vor Steuern zum Umsatz - erreichte mit 4,9 Prozent ein respektables Niveau, lag aber unter dem Vorjahreswert von 5,7 Prozent. Dies ist auf die etwas verhaltenere Umsatzentwicklung auf vergleichbarer Fläche zurückzuführen.

Ostergeschäft befüget drittes Quartal

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres (1. April bis 30. Juni 2009) erzielte die Douglas-Gruppe - auch begünstigt durch das in den April fallende Ostergeschäft - Umsätze in Höhe von 700,7 Millionen Euro, die um 4,9 Prozent über dem Vorjahr lagen.

Auf vergleichbarer Fläche stiegen die Umsätze um 2,1 Prozent. In Deutschland waren dabei Umsatzzuwächse von 5,6 Prozent (vergleichbar: 3,4 Prozent) und im Ausland von 3,7 Prozent (vergleichbar: -0,1 Prozent) zu verzeichnen.

Jahresprognose bleibt unverändert

Für das gesamte Geschäftsjahr hält Douglas-Chef Kreke an der bisherigen Prognose vom Mai fest: "Auf Basis der aktuellen Erkenntnisse geht der Vorstand weiterhin davon aus in diesem Geschäftsjahr ein Umsatzwachstum von rund zwei Prozent zu erzielen. Die Erwartung für das operative Ergebnis vor Steuern liegt bei 120 bis 130 Millionen Euro vor Sondereffekten."