Jetzt ist es definitiv: Bei der Otto Group werden im Zuge des Zukunftsprojekts "Fokus" noch insgesamt rund 270 Stellen abgebaut werden. Das ist das Ergebnis der Verhandlungen zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite, die im Mai eingeleitet wurden. Wie der Konzern mitteilt, sind bei der Einzelgesellschaft Otto noch rund 200 Vollzeitstellen betroffen, bei Baur etwa 60 und bei Schwab rund zehn. Ursprünglich war man davon ausgegangen, dass maximal 700 von 6300 Vollzeitstellen betroffen sein könnten.

Ein großer Teil dieses Abbaus war aber bereits durch vorausschauende Personalpolitik, Fluktuationen und Versetzungen erreicht worden. "Das sind nach wie vor schwerwiegende Einschnitte", sagt Alexander Birken, Konzernvorstand Multichannel Distanzhandel. "Dennoch sind wir zuversichtlich, dass wir auch den noch ausstehenden Abbau sozialverträglich und mit dem gleichen Augenmaß wie bisher realisieren können."

Im Zuge von "Fokus" sollen die Marken Otto, Baur und Schwab eigenständig profiliert werden, gleichzeitig aber stärker von internen Synergieeffekten profitieren. Dazu wird die Struktur effizienter gestaltet und gleichzeitig verschlankt. So werden in den kaufmännischen Funktionen Kompetenzen gebündelt und Leistungen standardisiert.

Klein-Bölting war seit Juni 2010 bei Otto
Klein-Bölting war seit Juni 2010 bei Otto
Einen Abgang teilt Otto auch gleich mit: Ralf Klein-Bölting, Direktor Strategie, Marketing und Werbung, verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch. Wie Otto mitteilt, galt Klein-Bölting wie auch Marc Opelt Mitte des vergangenen Jahres als aussichtsreicher Kandidat für den Posten des Bereichsvorstands Marke, Service und E-Commerce. Da Opelt den Job bekam, entschied sich Klein-Bölting, das Unternehmen zu verlassen, allerdings erst nach Abschluss des "Fokus"-Projekts.

Der Direktionsposten Klein-Böltings wird nicht nachbesetzt. Marc Opelt geht in Sachen Verschlankung mit gutem Beispiel voran und übernimmt die Aufgaben in Personalunion.