Otto E. Umbach ist eine der großen Figuren im Spielwarenhandel. Seine Produktpräsentationen sind legendär, unter seiner Regie wurde die Verbundgruppe Idee+Spiel erfolgreich. Nun gibt es für ihn einen Nachfolger.

Immer Anfang des Jahres hat Otto E. Umbach seinen großen Auftritt. Stets einige Tage vor Beginn der Spielwarenmesse in Nürnberg lädt Idee+Spiel zur Pressekonferenz, und dabei präsentiert der Geschäftsführer der Verbundgruppe die Neuheiten der Spielzeugindustrie.

Wer Umbach dabei zuschaut, erlebt einen Mann, der in der Welt der Teddies, Modellhubschrauber und Gameboys aufgeht. Mit leichtem schwäbischen Akzent schwärmt er von jedem neuen Spielgerät, posiert für Fotografen und Fernsehteams, erzeugt Seifenblasen, klampft auf Spielzeuggitarren oder knuddelt Puppen.

Umbach genießt diese Auftritte auf der Spielzeugbühne - aber nun will er freiwillig von ihr herunterklettern. Im März 2012 wird ihn Andreas Schäfer als Geschäftsführer von Idee+Spiel beerben, teilt die Verbundgruppe an diesem Montag mit. Aufsichtsrat und Beirat haben den 46 Jahre alten ehemaligen Mattel-Manager einstimmig zu Umbachs Nachfolger bestimmt.

Aufhören vor dem Rentenalter

Derzeit arbeitet Schäfer noch als Deutschland-Chef von SodaStream, einem Hersteller von Trinkwassersprudlern. Ab 1. Oktober dieses Jahres wird Schäfer von Umbach in seinen neuen Job eingearbeitet. Ab 2012 verantwortet der Neue dann die Bereiche Marketing und Vertrieb.

Und Umbach? Der will sich einfach zurückziehen aus dem Berufsleben. Wohin genau, das weiß noch niemand bei Idee+Spiel. Bekannt ist nur, dass der Noch-Chef aufhören wollte, bevor er das Rentenalter erreicht. Umbach ist 61 Jahre alt.

Dass dieser stets energiegeladene Mann allerdings von der Spielzeugbranche und der Verbundgruppe loslassen wird, ist schwer vorzustellen. Schließlich war Umbach bereits an der Entwicklung der Verbandskonzeption beteiligt und führt die Fachhandels-Kooperation des mittelständischen Einzelhandels für Spielwaren, Modellhobby und Videospielen seit deren Gründung im Jahre 1977.