Do not stop: Rainer Hillebrand, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Otto Group, Konzern-Vorstand Konzernstrategie, E-Commerce (Foto: Otto Group)
Do not stop: Rainer Hillebrand, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Otto Group, Konzern-Vorstand Konzernstrategie, E-Commerce (Foto: Otto Group)
Die Otto Group wird sich in diesem Jahr insgesamt mit einem schwächeren Onlinewachstum begnügen müssen. Sowohl im internationalen Geschäft als auch im Heimatmarkt kamen die gut 100 Online-Shops im fast abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/15 nach vorläufigen Schätzungen schlechter vom Fleck als im Vorjahr. Da fuhr Otto allerdings auch ein Rekordergebnis ein.

Im Handels- und Dienstleistungsgeschäft erwartet die Otto Group nach vorläufigen Schätzungen für das noch laufende Geschäftsjahr 2014/15 (28. Februar) einen Online-Umsatz in Höhe von rund 6,3 Milliarden Euro (plus rund 2,5 Prozent). 2013 schafften die weltweit gut 100 Online-Shops noch ein Plus von 6,4 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro Umsatz und standen damit für rund 60 Prozent der gruppenweiten Einzelhandelsumsätze.

Schaffte die Gruppe im deutschen Markt 2013 noch einen Zuwachs von 7,2 Prozent auf 3,96 Milliarden Euro, reicht es diesmal für ein Plus von rund 3 Prozent auf einen prognostizierten Online-Umsatz von rund 4,1 Milliarden Euro. Damit werden im deutschen Multichannel-Einzelhandel mehr als 65 Prozent der Umsätze online erwirtschaftet. Otto ist damit Markführer im Onlinehandel mit Mode und Möbeln.
Die Zahlen nannte jetzt Rainer Hillebrand, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Otto Group, Konzern-Vorstand Konzernstrategie, E-Commerce, Business Intelligence Otto Group, in Hamburg.

Grafik: Otto Group
Grafik: Otto Group


Für das gebremste Wachstum macht Otto vor allem externe Gründe verantwortlich. Zwar sei das Online-Geschäft mit Möbeln, Wohnaccessoires und Elektronik kräftiger  gewachsen, doch habe man sich dem schwachen deutschen Gesamtmarkt mit Textilien und den Einbußen auf internationalen Märkten wie Russland und Frankreich nicht entziehen können.

Der Ausblick auf das kommende Geschäftsjahr ist gleichwohl positiv. „Im Kerngeschäft wie im Bereich Corporate Venturing werden wir in den kommenden Jahren unsere Kräfte weiter bündeln. Unser Ziel ist es, unsere Innovationskraft durch den kontinuierlichen Zugang zu neuen Ideen, erfolgversprechenden Geschäftsmodellen und qualifizierten, unternehmerisch denkenden Talenten aus dem Business- und Technologiebereich weiter zu sichern“, sagt Hillebrand. Die Otto Group will dazu auch etliche Millionen in Startups pumpen.