Einem Zeitungsbericht zufolge hat der Handelskonzern Otto Group Interesse an Görtz. Der Schuhfilialist kämpft seit 2011 mit wirtschaftlichen Problemen.

Die Otto Group will angeblich bei der angeschlagenen Schuhhandelskette Görtz einsteigen. Das schreibt die Tageszeitung "Welt" und verweist auf Finanzkreise. Der Einzelhandelskonzern erwägt dabei offenbar zunächst eine Minderheitsbeteiligung mit der Option, diese später auf mehr als 50 Prozent auszubauen. Die beiden Unternehmen wollten sich dazu jedoch nicht äußern.

Otto hat dem Zeitungsbericht zufolge eine Absichtserklärung, einen sogenannten Letter of Intent, verfasst und prüfe nun mit weiteren Interessenten die Zahlen des Schuhhändlers, heißt es. Die Gespräche befänden sich aber noch in einer sehr frühen Phase. Die beiden Handelsunternehmen haben ihren Sitz in Hamburg.

Görtz mit Problemen

Görtz hat im Jahr 2011 zum ersten Mal in der mittlerweile knapp 140-jährigen Firmengeschichte Verluste gemacht und musste Filialen schließen. Im Februar 2012 hat Inhaber Ludwig Görtz (78) in einem Interview mit der Tageszeitung "Hamburger Abendblatt" gesagt, man hätte früher die Reißleine ziehen müssen. Die Expansion der vergangenen Jahre sei überzogen gewesen und es habe eine falsche Sortimentspolitik gegeben.