Als Otto 2013 mit seinem Mega-Software-Projekt Lhoste über den Berg war, war auch der Grundstein für den Wechsel hin zum Responsive Design gelegt. Dennoch sollte es noch bis 2015 dauern, bis sich die Shop-Landschaft an alle Endgerät anpasst. Jetzt scheint der Wechsel zum Responsive Design endgültig bevorzustehen.

 

Der Weg hin zum Responsive Design, er ist für ein digitales "Warenhaus" dieser Größenordung kein leichter. Über einige Herausforderungen zu Technik und Usability machte sich der Developer-Blog von Otto schon 2013 ganz erhellende Gedanken.

Mit dem Verzicht auf eine Responsive Site , die sich automatisch an die genutzte Displaygröße anpasst, befand sich Otto bislang zudem in guter Gesellschaft.

Doch spätestens als Sheego, Teil der Otto Group, im September 2014 einen Online-Shop startete, der full responsive ist, war sicher, dass die Einzelgesellschaft Otto alsbald nachziehen müsste.

Nun scheint der Wechsel bevorzustehen.

Allerdings ist der Umzug noch nicht endgültig. Es gehört derzeit ein wenig Glück dazu, auf die neue Version für Tablets und Smartphones zu treffen.

Wandel der mobilen Website seit 2012
Wandel der mobilen Website seit 2012


Offensichtlich führt Otto derzeit einen A/B-Test durch.

Kleinere Eigenartigkeiten in der Seitendarstellung inklusive.  

Werbevideos zu den Produkten in der mobilen Version - samt merkwürdig wirkender Balken (rechts im Bild) im A/B-Test
Werbevideos zu den Produkten in der mobilen Version - samt merkwürdig wirkender Balken (rechts im Bild) im A/B-Test


Mehr als ein optisches Update

Es kann also durchaus noch ein paar Wochen dauern, bis Otto.de Kinderkrankheiten ausgemerzt hat und Vollzug meldet. Technische Probleme richten sich ja ungefähr gar nicht nach Time-to-market-Plänen.

Zumal Otto sich nicht mit einem optischen Update begnügt. Tests zeigen, dass nicht nur die visuelle Darstellung aus einem Guss sein wird, sondern auch die Usability vernetzt wird, indem beispielsweise Warenkörbe bei einem Wechsel der Endgeräte übernommen werden.

Der Wandel dürfte in jedem Fall wichtige Unterstützung beim Ziel sein, bis 2016 50 Prozent des Online-Umsatzes über mobile Endgeräte zu erzielen.