Der Hamburger Versender Otto hat das ursprüngliche Interesse an der Übernahme von Karstadt Sport-Filialen relativiert: Lediglich einige Häuser seien interessant, sagte Otto-Chef Schrader.

"Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Otto Group alle Karstadt-Sportshäuser erwirbt", sagte der Vorstandsvorsitzende Hans-Otto Schrader in einem Interview mit dem Magazin "Capital".

Nur wenige Filialen der Karstadt-Sporttochter seien wirklich profitabel. Schrader wollte jedoch nicht näher erklären, wie viele Häuser für den Konzern attraktiv wären.

Die Otto-Gruppe, zu der der Filialist SportScheck gehört,  hatte Interesse an den Karstadt-Sportshäusern bekundet, die zum insolventen Warenhausbetreiber Karstadt gehören. Gespräche über eine Teilverwertung von Karstadt könnten schon im Mai stattfinden, berichtet "Capital".

Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg hofft, bis Ende April einen Käufer für das gesamte Unternehmen zu finden. Bislang sind jedoch keine konkreten Interessenten namentlich bekannt.

Eine Chronik der Karstadt-Krise finden Sie hier.