Die Otto Group hat den Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr noch einmal leicht gesteigert. Der Gewinn habe sich jedoch unterdurchschnittlich entwickelt, meldet der Versand- und Onlinehändler.

Nach vorläufigen Zahlen erreichte Otto im Geschäftsjahr 2011/12 (zum 29. Februar) einen Umsatz von 11,6 Milliarden Euro, das sind 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr. "Damit konnte die Gruppe nach dem fulminanten Zuwachs des Vorjahres von 12,6 Prozent ihren Wachstumskurs trotz schwierigem Umfeld beibehalten", sagte Vorstandschef Hans-Otto Schrader.

Die Gewinnentwicklung sei wegen steigender Rohstoffkosten, ungünstiger Konsumentwicklung in etlichen Ländern sowie der Ertragsschwäche einiger der 123 wesentlichen Unternehmen hinter dem guten Vorjahresniveau zurückgeblieben.

Löwenanteil durch Handelsaktivitäten

Der Großteil des Umsatzes entfällt auf den Versand-, Online- und stationären Einzelhandel mit zehn Milliarden Euro. Dazu kommen eine Milliarde Euro durch Service (Hermes) und weitere 500 Millionen Euro mit Finanzdienstleistungen (EOS).

Nach der Prognose stiegen abermals die Online-Umsätze stark um 9,2 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro; das entspricht einem Anteil von 53 Prozent am gesamten Handelsumsatz.

Besonders gut lief das Geschäft in Russland mit einem Plus von fast 35 Prozent. Dagegen schwächelte der französische Markt, der Otto-Umsatz reduzierte sich hier um 5,6 Prozent auf knapp zwei Milliarden Euro. Die Zahl der Beschäftigten stieg um etwa 4.500 auf rund 54.200 Mitarbeiter.