Die Premiere sorgte für eine große Überraschung - und war deswegen ein großer Marketingerfolg. Nun wiederholt der Versender Otto seinen Modelwettbewerb auf Facebook. Allerdings mit einigen Neuerungen.

Die Fangemeinde ist bereits voller Ungeduld. "Wann gibts denn die Infos zum Contest? Bin schon ganz gespannt", schreibt eine Nutzerin. Ein zweiter fragt  sicherheitshalber nach den Regeln: "Soll man sein Foto etwa auf die Pinnwand posten?"

Otto hat es geschafft, einer Marketingaktion zu enormer Popularität zu verhelfen. Der zweite Modelcontest des Versenders ist an diesem Freitag gestartet worden, noch bis zum 19. Mai können Bewerber auf der Facebook-Fanseite des Unternehmens Fotos einsenden.

Posieren für den Katalog

Dieses Mal ist einiges anders als bei der Premiere. "Zehn jungen Nachwuchsmodels winkt ein professionelles Fotoshooting für den Otto-Streetbook-Katalog für die Saison Herbst-Winter 2011/2012. Zwei werden sogar die Coverstars sein – die anderen acht posieren für eine Doppelseite", sagt Andreas Frenkler, Bereichsleiter E-Commerce des Unternehmens.

Das Auswahlverfahren für den Wettbewerb verläuft laut Otto in zwei Phasen: Bis zum 19. Mai können Fans zunächst je ein Portrait- und ein Ganzkörperfoto von sich auf der Facebook-Fanpage des Versenders hochladen. Anschließend kann die Facebook-Gemeinde ihre Stimmen abgeben. Am 28. Mai werden dann die jeweils zwanzig Frauen und Männer mit den meisten Stimmen zu einem Model-Casting eingeladen.

Jetzt auch mit Jury

Darüber hinaus sucht eine Expertenjury weitere zehn Teilnehmer des Wettbewerbs aus, die ebenfalls zu diesem Casting eingeladen werden. Die ingesamt fünfzig Bewerber müssen dann Model-Qualitäten beweisen, um die zehn Plätze fürs Fotoshooting zu erstreiten.

Demnach fährt Otto bei der zweiten Auflage des Wettbewerbes erstmals zweigleisig. Der erste Contest sah eine reine Publikumswahl vor - und diese sorgte für eine skurille Überraschung.

Denn für das Cover-Foto auf der Facebook-Seite wählte die Webgemeinde keineswegs eine hübsche Frau - sondern einen jungen Mann, der sich in Frauenkleider hüllte und in Transvestitenpose auf einem Bett lümmelte.

Der Mut, des Unternehmens, den Studenten aus Koblenz trotzdem, wie versprochen, zur Coverfigur zu machen, wurde durch ein gewaltiges Anwachsen des Facebook-Freundeskreises belohnt. Derzeit hat Otto über 190.000 Fans.

Steffen Gerth

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