Es ist im Moment ein bisschen wie Lotto. Wer zur richtigen Stunde auf Otto.de klickt, der bekommt mit ein bisschen Glück schon den neuen Shop des Versandriesen zu sehen. Otto testet den mit zweistelligem Millionen-Aufwand runderneuerten Shop und die neue Shop-Software Lhotse derzeit im Lastbetrieb. Wer zur falschen Zeit reinklickt, der bekommt nur das alte Gesicht von Otto zu sehen. Hier gibt es erste Eindrücke vom neuen Otto-Shop vor dem offiziellen Relaunch.
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Otto will den Shop mit der neuen Software Lhotse in Kürze starten. Damit bis zum Weihnachtsgeschäft alles glatt läuft, fährt Otto derzeit A/B-Tests. Die neue Website zeigt im offenen Feldversuch aber noch nicht ihre ganzen Möglichkeiten. So fehlt es beispielsweise hier und da noch an Social-Media-Gedöns oder an Zahlungsverfahren wie Kreditkarte. 
Das lässt vermuten, dass Otto auch zum offiziellen Start den Vorhang noch nicht für alle Tricks und Optionen öffnet, sondern später noch weitere Details einbauen und verbessern wird.

Alt und neu im Vergleich: Weniger bunt. Mehr Luft.




Gut: Schnelle Erkennbarkeit, welche Größe (grau unterlegt) nicht verfügbar ist. Farbvarianten und Kleidergrößen gibt es auch bereits in der Listenansicht mehrerer Artikel.



Die Verfügbarkeit wird schon per Mouse Over auf der Übersichtsseite angezeigt. Ohnehin sollen klarere Strukturen für einen intuitiveren Zugang sorgen.



Vollbild-Funktion im neuen Shop. Die gibt es auch natürlich noch im Vollbild-Modus.



Die Filter-Funktionen sind an die linke Seite gewandert. Hm, ich glaube, es sind jetzt auch mehr Filter. Bei technischen Artikeln gibt es übrigens eine Listenansicht.



Die Produktseite zeigt: Otto geht mit Änderungen behutsam vor: Evolution statt Revolution.



Empfehlungen, Alternativen (eine spannende Inspirationsquelle) und erste Kundenbewertungen unter dem eigentlichen Produkt.


Anzeige ähnlicher Artikel im neuem Onlineshop. 



Insgesamt arbeiten rund 100 Mitarbeiter in sieben Teams an der Eigenentwicklung Lhotse unter der Leitung von Thomas Schnieders, Direktor E-Commerce, Innovation & Plattform. Bei der Umsetzung, die bislang unter beta.otto.de erprobt wurde, setzt der Händler auf Arbeitsmethoden wie Scrum und Continuous Delivery. Im Februar 2013 startete die Alpha-Phase, in der auch erste Kunden Zugriff auf die neue Shopsoftware erhielten. Technik-Facts: Bei der Entwicklungnutzte Otto Open Source-Komponenten wie zum Beispiel die Programmiersprache Java, die Datenbank MongoDB oder den Webbeschleuniger Varnish.
In einem Dossier von Otto sagen Mitarbeiter, wie die Entwicklung aussieht (pdf). Okay, da erfährt man jetzt nicht, wie oft sinnlos Kaffee verschüttet wurde, ist aber trotzdem ganz anschaulich.