Nagellack und Pflegecremes für Damen laufen gut, der Bereich Herren hingegen nicht: Der Parfümeriefachhandel hat sich 2010 aber insgesamt gut geschlagen. Der Trend zu Kooperationen dauert an.

Nagellack in neuen Farbtönen lässt die Kassen der Parfümerien kräftig klingeln. Der Umsatz der bundesweit 2.600 Fachgeschäfte stieg 2010 um zwei Prozent auf 2,68 Milliarden Euro, wie der Bundesverband Parfümerien am Montag in Düsseldorf mitteilte. Damit wurde der Umsatz des Vorkrisenjahres 2008 leicht übertroffen.

Innovationen bei Nagellack hätten die Kundinnen in Scharen in die Parfümerien getrieben, teilt der Verband mit. Bei Pflegeprodukten wie Cremes sei der Umsatz ebenfalls deutlich gestiegen. Dagegen nahm der Umsatz mit Damendüften leicht ab. Einen Rückgang verzeichnete die Branche mit insgesamt 18.400 Mitarbeitern erneut im Herrenbereich.

Es gebe Tendenzen zu regionalen Ketten und Kooperationen, sagte der Präsident des Verbandes, Reinhard D. Wolf. "Der Konzentrationsprozess schreitet voran." Der Marktanteil der inhabergeführten Parfümerien blieb 2010 mit 43 Prozent konstant. Auf die Filialketten und Warenhäuser entfielen im Parfümerie-Einzelhandel 57 Prozent.