PayPal lässt sich nun auch in mobile Webseiten integrieren und soll Smartphone-Nutzern das Online-Shoppen von unterwegs erleichtern. Auch für das Zahlen mit dem Handy an der Ladenkasse gibt es neue Ansätze.

Es ist nicht der Durchbruch im M-Payment, aber ein weiterer Baustein für das Bezahlen mit dem Handy: "PayPal gibt die Markteinführung seines Checkout-Systems, 'PayPal Express Mobile' in Deutschland bekannt", verkündet das zu eBay gehörende Unternehmen in einer Pressemitteilung vom heutigen Mittwoch.

Onlineshops können die Zahloption PayPal damit in ihre mobilen Webseiten integrieren. PayPal bietet für die API-basierte Integration den üblichen Käufer- und Verkäuferschutz.

Bezahlt wird mit zwei Klicks

Der Vorteil für die Kunden: Versand, Rechnungs- und Zahlungsinformationen werden dauerhaft gespeichert und müssen nicht erneut eingegeben werden. "Ab Warenkorb sind künftig lediglich zwei Klicks nötig, um den Bezahlvorgang abzuschließen", wirbt PayPal.

Drei Onlinehändler haben die mobile Lösung für PayPal bereits in ihre Apps integriert, berichtet das Unternehmen: Medimops.de, ein Portal für den Handel mit gebrauchten CDs, DVDs, Spielen und Bücher, die Onlinebestellplattform Lieferando und der Poster- und Geschenkartikelhändler Closeup.de.

Der vierte Nutzer von PayPal Express Mobile dürfte die Mobilfunkanbieter hellhörig werden lassen: Die woopla GmbH bietet mit "Tariffic" eine Android-App für kostengünstige Telefonate ins Ausland und ermöglicht dazu die Zahlung per PayPal.

Mobiles Zahlen per QR-Code

Wie eine Zahlung mit dem Smartphone an der Ladenkasse im stationären Handel aussehen könnte, zeigte der IT-Dienstleiter Itellium dieser Tage auf der Fachmesse EuroShop in Düsseldorf.

Das Kassensystem druckt für diese Lösung statt des üblichen Bons einen QR-Code aus, der dann vom Handy des Käufers eingescannt wird, womit der Zahlungsvorgang auslöst wird. "Welche Abrechnungsdienstleister der Händler dann für diese technische Lösung einsetzt, ist gleichgültig", erklärt Dr. Andreas Marra, Geschäftsführer der Itellium Mobile Solutions, im Gespräch mit derhandel.de.

In den USA offeriert Starbucks in seinen rund 6.800 Niederlassungen in den USA seit Anfang dieses Jahres die Zahlungsakzeptanz mit Hilfe von QR-Codes für iPhone, iPod touch und BlackBerry - eine Android-App ist in Vorbereitung.

QR-Code schlägt NFC-Technologie

Wer die "Starbucks Card Mobil" App auf sein Gerät geladen hat, kann in der Filiale die Zahlung durch Einscannen des QR-Codes erledigen. Die StarbucksCard wiederum kann über Paypal Express Mobile innerhalb der App aufgeladen werden.

Starbucks wählte diese Form der mobilen Zahlungslösung, weil noch zu wenig  NFC-fähige Mobilgeräte (Near Field Communiction) im Markt sind, die über eine kontaktlose Zahlungsabwicklung mit dem Handy möglich ist, heißt es in einem Bericht der Website Mashable. Mit den Smartphones und Tablet-PC der kommenden Generationen (Nexus S; iPhone 5, iPad2) wird die NFC-Technologie voraussichtlich eine größere Verbreitung finden.

Eine App für die mobile Zahlungsakzeptanz präsentierte der Acquirer Concardis in Düsseldorf. Taxifahrer, Lieferanten oder Handwerker können mit Hilfe der Concardis ePayment App auf ihrem iPhone Kreditkartenzahlungen akzeptieren.

Die Transaktion erfolgt im MOTO-Verfahren (Mail Order, Telephone Order), der Karteninhaber muss also neben den üblichen Informationen auch die Prüfziffer von der Kartenrückseite angeben. Aus Sicherheitsgründen wird die App nicht für das offene Google-Betriebssystem Android angeboten, teilt das Unternehmen mit.