Der Internetbezahldienst PayPal dringt mit Macht an den POS: 15 namhafte US-Händler wollen PayPal-Zahlungen an der Ladenkasse akzeptieren. Mit drei großen Herstellern von Kartenterminals wurde eine Kooperation vereinbart.

Bei den Bemühungen den Sprung von der Online- in die Offline-Welt zu vollziehen, ist PayPal ein ganzes Stück vorangekommen: Nach der Baumarktkette Home Depot wollen 15 weitere namhafte US-Handelsunternehmen das ehemalige Internetzahlverfahren auch an der Ladenkasse akzeptieren.

Das gab der neue PayPal-Präsident David Marcus gestern auf einer Presseveranstaltung in der Firmenzentrale in San José bekannt.

Namentlich Abercrombie & Fitch, Advance Auto Parts, Aéropostale, American Eagle Outfitters, Barnes & Noble, Foot Locker, Guitar Center, Jamba Juice, JC Penney, Jos. A. Bank Clothiers, Nine West, Office Depot, Rooms To Go, Tiger Direct und Toys "R" Us werden PayPal in ihre Kassensysteme integrieren.

Neue Handelspartner, Terminalhersteller, Netzbetreiber im Boot

Der Kunde kann mit einer PayPal-Karte oder mit seiner Handynummer und einer PIN zahlen. Abgewickelt werden die Transaktionen über das PayPal-Konto.

Neben den neuen Handelspartnern verkündete Marcus auch eine Kooperation mit den Terminalherstellern VeriFone und Equinox, mit Ingenico arbeitet PayPal bereits zusammen. VeriFone und Ingenico gehören auf internationalem Parkett zu den größten Produzenten von Kartenterminals und haben nach Zahlen des EHI Retail Institutes auch in Deutschland die höchsten Marktanteile im Handel.

Als dritten Teil seiner POS-Offensive gab PayPal in San José eine Zusammenarbeit mit vier US-Softwareunternehmen bekannt, über die rund 50.000 kleine und mittlere Händler ihren bargeldlosen Zahlverkehr abwickeln.

Deutschland-Chef Arnulf Keese hatte kürzlich im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin Der Handel angekündigt, dass es noch in diesem Jahr auch in Deutschland Pilotierungen von POS-Zahlungslösungen mit PayPal bei bundesweit tätigen Händlern geben wird.