Der Vorstand des US-Softwarehauses PeopleSoft hat auch das zweite, erhöhte Übernahmeangebot von Oracle zurückgewiesen. Wieder machten die Direktoren des Unternehmens um Craig Conway vor allem Wettbewerbsbedenken geltend.

Der Vorstand des US-Softwarehauses PeopleSoft hat auch das zweite, erhöhte Übernahmeangebot von Oracle zurückgewiesen. Wieder machten die Direktoren des Unternehmens um Craig Conway vor allem Wettbewerbsbedenken geltend. "Der Vorstand kam zum Schluss, dass ein Zusammenschluss mit großen Auflagen verbunden wäre oder zur Gänze verboten wird", heißt es in der Aussendung des Unternehmens. "Die daraus entstehenden Verzögerungen und Unsicherheiten fügen PeopleSofts Geschäft einen unwiederbringlichen Schaden zu."

"Oracles Angebot unterbewertet das Unternehmen und ist nicht im besten Interesse der Aktionäre", so Conway. Schließlich sei das erhöhte Angebot von 19,5 Dollar je Aktie mit vielen Auflagen verbunden und stellt damit ein weiteres Risiko für die Aktionäre dar. Oracle hatte nach einer abweisenden Reaktion mehrerer großer Anteilseigner sein ursprüngliches Übernahmeangebot von 16 auf 19,5 Dollar oder 6,3 Mrd. Dollar Gesamtsumme aufgebessert. PeopleSoft will inzwischen zur Abwehr der Übernahme den geplanten Merger mit J.D. Edwards schneller über die Bühne bringen. (KC)


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