Das iPad wird zur Verkaufshilfe
Das iPad wird zur Verkaufshilfe
Händler müssen Showrooming nicht fürchten. Vor allem nicht, wenn es ihnen gelingt, das Offline-Erlebnis mittels mobiler Technologie mit ihrem Online-Store zu verbinden. Dank iPad und Co als Informations- und Order-Werkzeug wandelt sich die Rolle der Berater im Laden zum umfassenden Einkaufshelfer. Davon profitieren auch mittelständische Händler.

Die digitale Integration treibt beispielsweise der Frankfurter Einzelhändler Joachim Stoll (Koffer24.de) voran und vertraut dabei auf eines der wohl vielversprechendsten Konzepte, wenn es um den Einsatz von Software-as-a-Service (SaaS) im Laden geht. Nämlich, wenn das iPad zugleich Erklärhilfe, Ratgeber und Bestellplattform für die Kunden im Laden ist.

Stoll setzt dabei gegenwärtig auf die Cross-Channel-Plattform von Storeplus. Die Verkäufer im Laden erhalten dabei über Tablets Zugriff auf das gesamte Angebot des Online-Shops und können ihre Kunden so erweitert beraten. Schließlich steht damit im virtuellen Regal nun das gesamte Sortiment bereit. Zudem kann damit direkt im Online-Shop bestellt und verschickt werden. Gleichzeitig aber kann der Kunde seine Ware wie gewohnt auch bar an der Kasse zahlen.

Die Lösung, die vom Unternehmen in Hungen (Hessen) als SaaS angeboten wird, stellt neben den Grundfunktion auch das Scannen des Produktcodes zum schnelleren Finden der Produkte und Mobile Payment an den mobilen Tablets der Verkäufer bereit. Abgeschlossen wird die Bestellung an der Kasse, sobald der Verkäufer den dazugehörigen QR-Code eingescannt hat.

Nach Ansicht von Stoll lohnt sich der Einsatz, weil er für zusätzliche Umsätze im Laden sorgt und ein zusätzliches Servicelement die Beratung der Kunden verbessert.

Sein Beispiel zeigt, dass der per iPad vernetzte Verkäufer in der Filiale jedenfalls nicht nur eine Option für große Ketten wie Sport-Scheck oder Macys ist, die allesamt mit entsprechenden Anbietern eine mit dem Warenwirtschaftssystem gekoppelte und iPad-geführte Verkaufsberatung als weiteren Trumpf des stationären Handels ausspielen.

Wie überlebt man im digitalen Darwinismus? Diese Frage wollen wir Joachim Stoll unter anderem auf dem etailment Summit im November in Berlin stellen.