Die Zahl der Websites, die Raubkopien von Software und Hackerinformationen anbieten, ist innerhalb von nur einem Jahr auf 5.400 gestiegen. Die dadurch entstehenden Gefahren für Unternehmen sind beträchtlich.

Laut Websense, Hersteller von Employee Internet Management Software (EIM), ist die Zahl der Websites, die Raubkopien von Software und Hackerinformationen anbieten, innerhalb von nur einem Jahr auf 5.400 gestiegen. Dies entspricht 800.000 einzelnen Internetseiten und somit einer Steigerung um 240%.

Aufgrund der steigenden Popularität von Software-Piraterie entsteht für Firmen eine Vielzahl von Problemen. "Administratoren verlieren die Kontrolle über die Internet-Nutzung von Arbeitnehmern und investieren oft Help-Desk-Ressourcen in die Beantwortung von Fragen zu nicht autorisierter Software. Abgesehen von den rechtlichen Gefahren, kann es darüber hinaus beim Download von Software-Programmen zu einer Überlastung des Netzwerkes kommen", erklärt Andy Meyer, Vice President Marketing bei Websense. Viele raubkopierte Programme enthalten pornografische, gewaltsame oder obszöne Inhalte, so dass sich Unternehmen möglicherweise vor Gericht verantworten zu müssen, führt Meyer weiter aus. Zu bedenken sei außerdem die Gefahr, virenverseuchte Programme ins Unternehmen einzuschleusen oder Hackern Zugang zu firmeninternen Informationen zu verschaffen.

Die internationale Organisation Business Software Alliance (BSA), die namhafte Hersteller im Kampf gegen Software-Kriminalität repräsentiert, betreibt 65 Hotlines speziell für Anzeigen wegen Softwarediebstahl. Allein in den letzten neun Jahren hat die BSA insgesamt 60 Mio. US-Dollar Schadensersatz von Firmen in den USA eingefordert, die sich mit nicht lizenzierter Software schuldig gemacht haben. (Lesen hierzu auch die Meldung "Software: Raubkopien sind kein Kavaliersdelikt" vom 16.11.2001). Laut einer BSA-Studie vom Mai dieses Jahres sind 37% der Software, die von Firmen genutzt wird, auf illegalem Wege beschafft worden. Die Studie hebt besonders den gravierenden Einfluss von Verstößen gegen Copyright-Rechte auf die Wirtschaft hervor. So führte der Diebstahl von Software weltweit im Jahre 2000 zu einem geschätzten Verlust von 11,8 Mrd. US-Dollar. (ST)


Mehr Informationen zum Thema Sicherheit finden Sie in der kommenden CYbiz-Ausgabe (02/2002), die am 30. Januar 2002 erscheinen wird.


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